Häufige Fragen unserer Selbstbauer und Antworten dazu :

Nachfolgend finden sie eine Auswahl von Fragen unserer Selbstbauer und unsere Antworten (markiert mit =>) dazu, sortiert nach Bootstypen, da einige Fragen nur für bestimmte Typen gelten.

Andere Fragen und Antworten gelten generell.

Wenn Sie diese Rubrik durchstöbern, ersparen Sie sich damit vielleicht einige Nachfragen oder erhalten manchen nützlichen Tipp.

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(Stand 18-12-09; neue Fragen jeweils oben)

10M:

7-10-08: ich möchte Sie wieder einmal um Rat bitten. Ich segle weiterhin begeistert mit meiner Reinke 10M Segelnr. 107. Doch diese Saison hat sich ein Segeltechnisches Problem ergeben. Unsere Fock von Lee sails besitzt 24 qm, gerefft 16,5 qm. Zum einen war uns diese Fläche bei 6-7 Beaufort zu groß, zum anderen möchte niemand von uns mehr aufs Vordeck zum Reffen der Fock.
=> REINKE: unter welcher Besegelung fahren sie denn da? Wieviel Reffs im Groß? 2 Reffs und die Baumfock mit einem Reff sollten auch bei diesen Bedingen gehen, wenn sie richtig flach getrimmt sind.Und wenn das nicht mehr läuft, einfach das Groß ganz wegnehmen.

Wir überlegen: 2. Reff einnähen lassen und Reffen aus dem Cockpit. (geht das? wie sieht das aus?)
=> REINKE: meines Wissens ist mit der reffbaren Baumfock nur 1 Reff aus dem Cockpit möglich, passt sonst wegen der Reffleinenlängen nicht.
Denkbar wäre aber ein manuell einzubindendes Reff, ddas aber den Gang nach vorne nicht erspart. Für Details ihren Segelmacher fragen.

-Rollfock, die dann zusätzlich ein neues Segel benötigt.
=> REINKE: wäre denkbar, aber aufwändig und steht gerefft auch nicht wirklich gut. Holepunkte der SF-Schiene passen gerefft nicht

-Stag für die Fock ganz entfernen und nur noch mit der Rollgenua segeln evtl auf der Selbstwendeschiene.
=> REINKE: wohl segelmäßig die schlechteste Lösung- so stark gereffte 60 qm- Raumwind- Genua steht gerefft siecher überhaupt nicht und ist nicht kreuzfähig- dann besser nur mit gereffter Baumfock fahren.

Vielleicht wissen Sie ja auch eine gänzlich andere Lösung?
=> REINKE: Ideallösung gibt es leider nicht

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30-5-07 tel. . Winkel 50/32/5 aus Bauplan + Stüli nicht zu kriegen=> wohl alter Standard, 50/30/5 ist auch ok
2 lenzrohre d50/d40 innen, wenn Cockpit geschlossen?=> ok, aber besser wäre einfaches blech achtern, unten offen nur als Sicherheit gegen offenen Spiegel
Reling d25 voll statt 26?=> ok
feste Reling?=> Geschmacksache, nicht nötig
Mastlegevorrichtung?=> nach vorne, kein Problem
Bleikiele Füllung?=> 1200 kg, dh + 20 % für Alu

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Erste Besuche der Serviceabteilung (Serviceseite auf reinke-yacht.de) haben zur vollsten Zufriedenheit geführt. Viele Fragen konnten geklärt werden. Na ja fast vollsten Zufriedenheit. Ich habe mir Bilder und Beschreibungen angesehen und dabei ist die Beantwortung noch einer Frage offen geblieben (bestimmt nicht der Letzten, aber mal sehen). Ich habe gelesen, dass einige eine Standheizung, Lenzanlagen, Warmwasserboiler usw. im Motorraum installiert haben. Ich frage mich nur, wie bekomme ich alle diese Annehmlichkeiten (Warmluft, Warmwasser usw.) in den Wohnbereich ohne das Schott zum Motorraum zu „durchlöchern“? Aber mal im Ernst wie ist dieses Problem am besten zu lösen, da meine Frau und ein bisschen auch ich diesen o.g. Komfort genießen möchten. Mir liegt natürlich schon aus Sicherheitsgründen daran das Schott nicht zu durchbrechen es geht die Abgeschlossenheit des Motorraums verloren. Unkontrolliert eingedrungenes Wasser, Gase u. Gerüche können in den Wohnbereich gelangen. Aber ich vermute das ein überwiegender Teil der Selbstbauer irgend wann vor dem gleichen Problem standen. Schon die Installation der Elektroanlage ist nicht anders zu lösen? Oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?
=> REINKE: Leider liegen mir keine angaben zu Einzellösungen vor. Generell sollten alle Durchführungen weitestmöglich an Oberkante Motorraum gelegt werden, so dass auch bei Flutung kein Überlauf stattfindet. Noch mehr Sicherheit gibt es, wenn die Leitungen in einer Wasserfalle oder Schwanenhals noch höher geführt werden. Dies kann dann auch als Motorlüftung- natürlich nicht in den Wohnraum genutzt werden. Schon aus diesem Grund ist eine völlige Abschottung des MR nicht möglich, siehe auch anl. Artikel dazu aus dem Palstek. Separate Durchführungen können weitgehend mit Dichtmasse oder Bauschaum geschlossen werden.


Fragen: 1. Herr M.. hat die im Plan gezeichnete heissvorrichtung eingebaut, sie bisher aber nie benutzt. kann evtl auf sie verzichtet werden oder ist sie fuer irgendetwas besonders wichtig?
=> REINKE: Heißvorrichtung ist optional und kann wegfallen. Einbau jedoch empfohlen, kann bei Reparaturkranungen u.ä. sehr hilfreich sein und ist kaum Mehraufwand. Kranen mit Heißstropp statt Gurten ist wesentlich einfacher und sicherer.

2. da in den buechern ihres vaters oefter von moeglichst geringem gewicht- aus verstaendlichem grund- gesprochen wird, kann ggf. auf anteiliges kielgewicht verzichtet werden? da ja feststeht, dass ein Motor mit ca 140 kg und ca. 160l Diesel eingebaut wird also kein erheblich leichterer aussenborder zum einsatz kommt? ist dass ggf.mal durchgerechnet worden?
=> REINKE: Kielgewicht NICHT ändern! , sonst wird Schiff zu rank. Tankgewichte können nicht gezählt werden- können ja leer sein.

3. das zum motor gehoerende hurth-getriebe zfm 10-2r dreht in fahrtrichtung rechts.Da im Buch alternativer yachtbau die rede davon ist, abhaendig von der Drehrichting die welle in Fahrtrichtung li oder re versetzt einzubauen, stellt sich mir die Frage bei rechtsdrehendem getriebe li oder rechts versetzt?
=> REINKE: bei rechtsdrehendem Propeller will Schiff nach Bb drehen, Motor als Ausgleich also auch Backbord außermittig (wie gezeichnet) einbauen.

Baupläne unterscheiden T-Version und einer S-Version. Was genau verbirgt sich dahinter?
=> S- Version jetzt NUR NOCH gebaut wird, also Kiele 300 mm nach vorne . In der T- Version war Fock Kleiner

Eignet sich die REINKE 10M auch bedingt als Motorsegler? Langfristig Ostsee segeln. Dort Segeln gelernt und Chartertörns unternommen. Ich bin jetzt 45 Jahre alt .Auch Binnenreviere, Flüsse und Kanäle befahren. ?
=> 10M ist ein ideales Ostseeschiff, mit ca. 25 max. 30 PS auf gut für reinen Motorbetrieb geeignet

Radsteuerungen auf der 10M? alternativer (optionaler?) Rad/Pinnen-Steuerungen gesehen (REINKE Super 10). am Spant 3/4 eine Radsteuerung anzubringen.
=> Radsteuerung am Aufbauschott ist möglich und wird öfter ausgeführt, meist wohl mit Hydrauliksteuerung. Zum SEGELN ist aber auf jeden Fall die Pinne besser! Lässt sich aber nur alternativ nutzen, wenn der Ruderzylinder der Hydrauliksteuerung dabei abgekuppelt wird.

Kunststofftanks ?
=> keine Einwände- aber KEINE flexiblen Tanks. Nachteilig ist Bereiche zwischen Spanten nicht ausnutzen zu können

Tür für den Niedergang aus Holz oder Steckschott . Abbildungen der 10M in Ihrer Yachtbauliteratur Tür aus Metall, was mir für meine 10M auch lieber wäre. Wie ist Ihre Meinung dazu?
=> i.A. wird eine Holztür eingebaut, Metalltür auf Foto ist sicher Sonderausführung- aber machbar, wenn Ihnen das lieber ist. Steckschott wird nur gemacht, wenn Cockpit oder Niedergang so geändert werden, dass keine Tür geht . Ewiges Problem: wohin mit den losen Schotten.

wegen des Mastfußes in Planungsphase Rigghersteller auswählen? Ist es hier bei der Abstimmung schon zu Problemen gekommen?
=> m.W. nicht. die vorgesehene Verstärkungsplatte ist i.A. ausreichend für die Varianten der verschiedenen Rigghersteller und wird später einfach aufgeschraubt.

Tür weiter zur Mitte?
=> keine einwände, wenn weniger Platz ok ist

der Kasko meiner 10M wurde kürzlich von Nereide Yachting geliefert und ich bin sehr zufrieden mit der Qualität. Theoretisch müssten alle Niro-Bauteile die mit Seewasser in Berührung kommen elektrisch vom Rumpf isoliert werden. Nereide z.B. hat nun in die Alu-Püttings für Wanten und Stagen Niro-Ringe für die Terminals direkt eingepresst! Entsprechend Ihrer Pläne hat ja auch der auch der Ruderschaft aus Aluminium einen Beschlag und einen Passbolzen aus Niro. Wie soll hier eine elektrische Isolierung durchgeführt werden? Dasselbe gilt für den Nirobolzen der Ankerrolle am Bug. Einerseits möchte ich keinen unnötig hohen Aufwand bei der Isolierung betreiben aber andererseits trotzdem zuverlässig Korrosionsschäden am Schiff vermeiden. Ich vermute, dass man bei Bauteilen die nur gelegentlich einen Spritzer Seewasser abbekommen schon mal Fünf gerade sein lässt, nicht isoliert und dabei ein vernachlässigbar geringes Maß von Korrosion in Kauf nimmt. Ist das so? Wo sollte unbedingt isoliert werden?
=> Schrauben usw mit Durolac

Für alle Niro-Schraubverbindungen von Decksbeschlägen bei denen isoliert werden sollte bin ich noch auf der Suche nach dem richtigen Kunststoff. Er sollte natürlich extrem witterungsbeständig, und in verschiedenen Formen wie Scheiben, Platten, Stangen, Rohren etc. zu einem vernünftigen Preis erhältlich sein. Käuflich nicht erhältliche Drehteile (z.B. Hülsen für die Relingstützen) kann ich aus Rohmaterial selber herstellen. Was können sie hier empfehlen?
=> Polyamid, RCH 1000, Scheiben Dubo

Ankerkasterndeckel für Ankerwinde?
=> Ankerlukendeckel als Fundament für Winde mag machbar sein, aber Deckel auf jeden fall aussteifen im Windenbereich, 3. Scharnier anbringen und SOLIDE Vorstecker vorne oder besser solide Klappbolzen mit Korbmutter. Ganz ausgeschlossen werden können Schäden trotzdem nicht. Macht sicher nur Sinn, wenn Ankerkasten selten geöffnet wird- sonst Beschädigungsgefahr der Kabel usw. und Verletzungsgefahr durch schwere Luke

In meinem Schiff gibt es zwischen Backskisten und Motorraum im Bereich der Spanten sowie im hinteren> Bereich kleine spaltförmige Öffnungen. In die Backskisten eingedrungenes Wasser fließt somit immer in den> Motorraum. Was ist der Grund für diese Konstruktion? Empfehlen Sie eine eigene Pumpe zum Lenzen des> Motorraumes?Falls noch Schweißarbeiten notwendig werden, z.B. für Tankfundamente, wollte ich gerne wissen ob Korrosionsprobleme zu befürchten sind, wenn für nachträglich innen eingebaute Teile eine andere Alu-Legierung (z.B. AlMg3) verwendet wird als für die Außenbeplankung und die Spanten (AlMg4,5).
=> ANTWORT: Ihre kleinen Spalten mit Wasserdurchlauf von den Backskisten zum Motorraum kann ich aus den Zeichnungen nicht nachvollziehen und ist so natürlich nicht beabsichtigt: der Motorraum sollte schon wasserdicht bleiben. Da sollte besser noch geändert werden. Eine Lenzmöglichkeit für den Motorbereich sollte auf jeden Fallvorgesehen sein mit manueller Kontrolle, damit Sie kein veröltes Wasseraußenbords pumpen.Im Innenbereich gibt es keine Korrosionsprobleme bei unterschiedlichen Alu- Legierungen.

Hierbei ist mir nicht klar, was es zu bedeuten hat, wenn in der Konstruktionszeichnung "Pinnen-Beschlag" der Passbolzen offensichtlich exzentrisch angeordnet ist, in der selben Zeichnung jedoch der Vermerk "nicht exzentrisch" zu lesen ist? Was ist nun zu bevorzugen? Welche Funktion hätte eine exzentrische Anordnung? Soll hierdurch beim Hochklappen der Pinne das Ruder festgeklemmt werden?
=>Der Pinnenbolzen soll NICHT exzentrisch eingebaut werden, auch wenn es ursprünglich so gezeichnet war (zum Festklemmen). Hat sich offensichtlich nicht bewährt und ist deshalb durch die Bemerkung nachträglich geändert worden

Was halten Sie von der Idee, den Echolot-Sensor direkt vor dem wasserdichten Schott bei Spant 9/10 einzubauen? Wir möchten aus Sicherheitsgründen zwischen den beiden Schotten 3/4 und 9/10 im Unterwasserbereich möglichst kein Loch im Rumpf haben. Eine Toilette mit Seewasserspülung wird es wahrscheinlich auch nicht geben. Nicht zuletzt auch wegen des Riesenaufwandes für den Einbau eines Fäkalientanks.
=> dieser Bereich wird wahrscheinlich öfter austauschen oder Luftblasen durch Stampfen unter dem Boden haben, durch die der Geber dann nicht funktioniert und Fehlmessungen/ Flachwasseralarm ausgibt

Was passiert, wenn der wasserdicht abgeschottete Motorraum volläuft, z.B. wegen eines Lecks in der Stopfbuchse. Bleibt das Schiff dann noch schwimm- und manövrierfähig?
=> .ja, allerdings mit entsprechendem achterlichem Trimm. Mehr als 1,5 t Wasser fasst der Motorraum gar nicht- das geht.

Auf der "Boot" in Düsseldorf hat uns ein Segler erzählt, er hätte auf Mallorca einen Törn auf einem Reinke-Schiff mit Twinkielen (Typ weiß er nicht mehr) gebucht und dabei feststellen müssen, dass das Schiff wesentlich stärker krängte als vergleichbare Mittelkieler. Das Verhalten wird vermutlich auf einen Baufehler zurückzuführen sein, und das sollte bei unserem Schiff natürlich nicht passieren. Bei Nereide Yachting wurden die beiden Kiele unseres 10M-Alu-Kaskos nach Ihren Spezifikationen gebaut und mit jeweils 1200kg Blei befüllt. Reicht das aus? Notfalls könnten wir den Ballastanteil jetzt noch relativ unproblematisch erhöhen.
=> ich bezweifle, das die Mittelkieler mit mehr als der Länge vergleichbar waren: vermutlich wurde mit leichten breiten Kunststoffschiffen verglichen, die Ihre ANFANGSstabilität aus der Breite beziehen und ANFANGS dadurch etwas weniger krängen, als unsere schlanken, seefähigen Schiffe. Dies ist beabsichtigt, denn bei Lage ist das Seeverhalten wesentlich angenehmer durch den eintauchenden Kimmknick und die ASY- Twinkiele wollen für optimale Wirkung um ca. 20° Lage haben.
Die breiten Flundern laufen bei dieser Lage dann schon aus dem Ruder, weil das Heck durch den breiten Spiegel aus dem Wasser gehebelt wird.
Ursache sind also nicht die Kielform oder der Ballastanteil (der wirkt erst sehr viel später), sondern das Konzept und die Bootsform

Mir ist im Plansatz meiner 10M aus Aluminium bei der Zeichnung Motorenfundament und Wellenanlage leider zu spät die Bemerkung aufgefallen "Kupplung nur drehelastisch aber elektrisch isolierend!". Durch die Schraubenverbindungen zwischen Motorflansch und Kupplung wird bei meinem Schiff mit Sicherheit eine elektrische Verbindung zwischen Motor und Kupplung und somit auch zur Welle hergestellt. Wie kann überhaupt eine kraftschlüssige Verbindung im Antriebsbereich elektrisch isoliert ausgeführt werden?
=> REINKE: die meisten elastischen Kupplungen sind elektrisch isolierend, Verbindung erfolgt nur über den Gummikörper. Es gibt auch Kunststoff- Kupplungen (Hardy- Scheiben), die isolieren und etwas elastisch sind (wenig Platzbedarf). Auf jeden Fall einbauen!

Halten Sie es für erforderlich, am Rumpf und/oder am Ruder Opferanoden aus Zink anzuschweißen?
=> REINKE: i.A. reicht ein Zinkanode über dem Propellerbereich

Welche Erfahrung habe Sie übrigens mit Lacken und Grundierungen der Firma International gemacht? Wir haben den 1 Komponentenlack "Brightside" auf die 2 Komponentengrundierung "Interprotekt" aufgetragen. Mussten den Lack wieder komplett von der Grundierung abkratzen, nachdem dieser auch nach 2 Wochen noch nicht richtiggehaftet hatte. Laut International sollte es keine Probleme mit 1KLacken auf 2K Grundierungen geben. Angeblich hätten wir den Lack zu dick aufgewalzt.
=> Zu Anstrich- Problemen habe ich i.A. keine detaillierten Angaben, generell gibt es aber immer wieder Probleme bei den meisten Herstellern,meistens ändern diese dann klammheimlich ihre Verträglichkeitsangaben. Ursachen ist meist nicht eindeutig feststellbar, oft sind auch nicht nachvollziehbare Einflüsse bei der Verarbeitung (mit) Schuld- wer kann schon ALLE Anstrichvorgaben einhalten. Meist läuft es auf irgendeine Kulanzvereinbarung (neue Farbe) mit dem Hersteller hinaus.Keine befriedigende Situation, aber leider nicht zu ändern

Die Wintermonate nutze ich für die Erstellung von CAD Zeichnungen der Inneneinrichtung (Schotten, Einbauteile ...). In Zusammenarbeit mit der Firma Nusser Yachtbau vor Ort möchte ich die Sperrholzplatten dann mit Laser zuschneiden lassen. Das führt zu präzisen, reproduzierbaren Ergebnissen,spart eine Menge Arbeit und soll auch erschwinglich sein.
=> REINKE: Ihre Erfahrungen dazu wären interessant. Wir befürchten, das hier für einen Einzelbau ein erheblicher Zusatzaufwand entsteht.

Ist es aus Stabilitätsgründen vertretbar, Leitungen durch Spantrahmen hindurch zu verlegen? Dazu müssen natürlich in die 50mm breiten Rahmen Löcher gebohrt werden. Die größten Löcher (z.B.für Abwasserleitungen) hätten 40mm Durchmesser, die meisten jedoch (z.B. für die Leerrohre der Elektrokabel) nur ca. 20mm.
=> REINKE: 20er Löcher sind gerade noch vertretbar- auf Ihrem Foto am Besten als vergrößerter Schweißnaht- Ausschnitt über den Außenhaut- Knick.40er Löcher in 50er Spanten sind leider nicht akzeptabel.

Dann habe ich festgestellt, dass es für den Innenausbau günstig wäre, den Durchgang zum Vorschiff (Spant 6) etwas zu verbreitern. Dazu müsste ich am Schott und am Deck unter den Frontfenstern ca. 10 cm von der werftseitig eingebauten Aluminiumkonstruktion abschneiden, natürlich inklusive der Winkelprofile (siehe Fotomontage Durchgang.jpg). Ich denke, dass diese aber weniger der zusätzlichen Stabilisierung des Rumpfes als vielmehr der einfachen Befestigung der Einrichtung dienen sollte. Wäre das problemlos machbar?
=> REINKE: Schott Spant 6- AUSSENseite Bb darf NICHT verkleinert werden wegen Kraftübertragung aus Mastbereich. Der Schottstreifen Bb neben der Maststütze ist bei Ihnen anscheinend nach Foto sowieso nur noch ca. 100 mm statt 300 mm wie in der Zeichnung! Schott und deck wären aber bis zur Maststütze bzw. Deck- Längsträger entfernbar. Flach um Decksausschnitt muss zur Aussteifung der Plattenkanten bleiben. Ihre Salon- Sitzecke verringert sich entsprechend!

Schließlich habe ich in Ihrer Literatur Beispiele für Rumpfisolierungen mit PU-Schaum gesehen. Das gefällt mir sehr gut und ich möchte das eigentlich auch so machen. Erste Tests im Schiff waren sehr ermutigend. Nur wollte ich bevor ich weitermache noch wissen, ob Ihnen Fälle bekannt sind, bei denen es durch die großflächige Einbringung von PU-Schaum nach dessen Aushärtung zu Problemen mit der Ausgasung von Lösungsmitteln gekommen ist?
=> REINKE: Ausgasung von Lösemitteln nicht bekannt. Nur CO2 kann aus den Zellen heraus diffundieren. Mehr zum Thema auf www.reinke-yacht.de- Service- Erfahrungen. Soudal- Pistolenschaum jetzt neu über Ocean-Marine zu beziehen.

habe Sie irgendwelche Bedenken gegen den Einbau eines Echolotgebers aus Metall, z.B. Bronze, in den Aluminiumrumpf meiner 10M - einwandfreie elektrische Isolierung vorausgesetzt? Aus Gründen der größeren mechanischen Belastbarkeit würde ich anstelle der üblichen Kunststoffgeber lieber einen solchen einsetzen.

=>REINKE: Bitte KEIN Bronzegeber! Elektrolysegefahr zu groß. Bei Bedenken: ich habe gerade in einer Zeitschrift Werbung für einen INNEN in Aluschiffe eingebauten Geber gesehen OHNE Durchbruch: heißt ALUMADUCER, mehr auf www.vexilar.com. Irgendwelche Erfahrungen haben wir damit natürlich noch nicht.

Antwort dazu: vielen Dank für Ihren Hinweis auf den ALUMADUCER. Ich habe den Sensor bei der Firma angefragt (ca. $ 90,-) und dabei erfahren, dass ab einer Alu-Plattenstärke von 4mm mit Leistungseinbußen gerechnet werden muss, sprich geringeren Messtiefen. Falls ich den Sensor bei der 10M einsetzten will müsste ich eine kreisförmige Fläche mit ca. 70mm Durchmesser in der Bodenplatte auf eine Stärke von 4mm (besser 3mm) reduzieren (dünnere Platte einschweißen oder Material abtragen mit Oberfräse). Halten Sie so etwas für sinnvoll?
=> REINKE: Reduzierung von 5 auf 4 mm ist nicht so tragisch für nur D 70 mm (möglichst in Nähe von Spanten/ Steifen setzen). Leistungsreduzierung ist auch nicht unbedingt tragisch- richtig BRAUCHEN sie das Echolot sowieso nur in Flachwasser.

Bei der Planung meiner Elektroanlage bin ich wieder einmal mit dem (im Alu-Bau wohl allgegenwärtigen) Thema "massefreie Installation" konfrontiert worden. In Ihrer Literatur schreiben Sie, dass das Bordnetz zwar auf jeden Fall zweipolig ausgeführt, aber nur einpolig abgesichert werden muss. Eine zentrale Verbindung zwischen Minuspol und Rumpf vorausgesetzt (Selbstabschaltung nach GL). Ich möchte das auch so machen. Nun bieten aber renommierte Hersteller wie Philippi noch immer zweipolige Sicherungsautomaten und "massefreie"Klemmleisten speziell für Alu-Schiffe an. Wo wir so etwas eingesetzt? Würden Sie mir trotzdem zu einer einpoligen Absicherung mit Minuspotential auf dem Rumpf raten?
=> REINKE: Hierzu hilft vielleicht ein Schriftwechsel zwischen uns, EURO- Bauer M. und Michael Hermann vom Palstek: Das genannte Buch von Herrn Herman ist übrigens durchaus einen lohnende Anschaffung auch bei weiteren Fragen:

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"----- Original Message -----Guten Tag Herr Reinke,

bei der Beschäftigung mit der Elektrik ist mir folgender Wiederspruch aufgefallen:

in einem Palstekartikel vor ca. 10 Jahren hat Herr Peter Hahne sich ausgiebig mit dem Korrosionsthema beschäftigt (Titel: Keine Angst vor Aluminium). Einscheidende Aussage: "Ebenfalls kann man getrost, wie vom germanischen Lloyd gefordert, den Minuspol der Batterie an Masse legen.

In dem neuen Buch von Michael Hermann heißt es nun im Kapitel Korrosion ohne nähere Erklärung, dass die Elektrik auf jeden Fall zweipolig ausgeführt werden muss. Wer hat recht?

ANTWORT von Michael Hermann vom Palstek:

Vielleicht gibt es noch jemand namens Michael Herrmann, der ein Buch über Yachttechnik veröffentlicht hat. In meinem Buch "Technik unter Deck" jedenfalls gibt es kein Kapitel "Korrosion" und auch keine Behauptung, dass die Elektrik grundsätzlich zweipolig auszuführen ist.

Spaß beiseite: Herr Hahne bezog sich vermutlich auf die Forderung des GL, dass Metallrümpfe in den Potenzialausgleich mit einbezogen werden müssen. Dies bezieht sich nicht zwingenderweise auf das 12-V-Bordnetz, bei dem eine sogenannte "hochgelegte" Anlage nicht explizit untersagt ist. Bei diesen Netzen wird der Rumpf nicht mit dem Bordnetz verbunden, so dass hier beide Leitungen, also sowohl Plus als auch Minus, separat abgesichert sein müssen. Warum dies so ist, habe ich auf Seite 263 in "Technik unter Deck" ausführlich dargelegt.

Ist der Rumpf mit einem kathodischen Korosionsschutzsystem ausgestattet, MUSS das Bordnetz mit dem Rumpf verbunden sein. In der Praxis wurden jedoch beide Systeme angewendet, wobei sich trefflich darüber streiten lässt, welches der beiden technisch sinnvoller ist. Nach meiner persönlichen Meinung halte ich ein hochgelegtes Bordnetz für zu aufwendig und technisch nicht erforderlich. In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf meinen Artikel über elektrolytische Korrosion im Palstek 4/04 verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Herrmann

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11MS:

12. September 2007 11:42. trotz angestrengter Versuche bekommen wir den eingeschweißten Diesel-Tank nicht richtig dicht. Beim Abdrücken mit Luft zeigen sich ab 0,3 Bar winzige Löcher (beim Absprühen mit Fitwasser); bei 0,2 Bar ist der Tank dicht.
Ich beabsichtige nun, diese Löcher mit Epoxydharz abzudichten. Was halten Sie davon? Kennen Sie eine bessere Lösung?
=> REINKE: Im Buch YACHTBAU unter M 6.2 wird als Tanktest ca. 2 m Wassersäule empfohlen. Vielleicht sollten Sie doch so testen, auch wenn es aufwändiger ist. Wahrscheinlich bliebt es dann dicht, da Wasser schlechter durch Mikroporen kommt als Luft (Diesel aber besser als Wasser).
Eine Abdichtung mit Epoxi kann wohl nicht schaden, aber wird wohl auch die Mikroporen nicht abdichten können, vor allem, da sie die Ecken wohl nicht optimal für eine Beschichtung schleifen und reinigen können. Normalerweise führt bei Leckage kein Weg an Ausschleifen und neu Schweißen vorbei.
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8-5-07:11MS- Bauer schrieb an SVB:
das Stevenrohr an meinem Boot hat einen Außendurchmesser von 70, die Welle von 35. Daher habe ich bei Ihnen die nach Katalog- und Herstellerangaben passende EM-Wellenabdichtung erworben (Art.-Nr. 67126, Http://www.svb.de/index.php?sid=8e615234da9ec836e554f2cd93cf8fd9&cl=details&cnid=13602&anid=710. Nur ist der Gummi beim Aufschieben auf das 70er Stvenrohr zum Zerreißen gespannt - so kommt es mir zumindest vor. Auch ist es kaum möglich, die zwei vorgeschriebenen Schellen zu installieren.
Frage: Ist der Einbau ohne Bedenken möglich?

=>9. Mai 2007 10:13Von: SVB Spezialversand .
nach Rückfrage beim Deutschen Großhändler Firma Waertsilä ist es inOrdnung wenn das Stevenrohr tatschälich 70,0 mm hat.
Dann gibt es keine Einwendung bei 70,5 oder 71mm muß/kann das Lager was auf dem Stevenrohr sitzt auch als Set 10 einzeln bestellt werden. Preis kann ich nicht genau sagen ca. 160 Euro,--
Ihr SVB - Team Ralf Theilen
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2-5-07: am Boot haben sich zwei Probleme ergeben, zu denen ich gern Ihre fachkundige Meinung wüsste:
1. Beim Einpressen der Kunststoff-Ruderlager in das dafür vorgesehene, am Boot eingeschweißte Alu-Rohr hat sich herausgestellt, dass das Rohr insbesondere unten verzogen ist. Wahrscheinlich durchs Einschweißen. Das Rohr ist nun nicht mehr rund, sondern eiförmig, also an der schmalen stelle ca. 1mm zu schmal, an der breiten ca. 1mm zu breit. Die natürlich rund gedrehten Ruderlager lassen sich folglich nicht einpressen. Haben Sie eine Idee, wie dieses Problem gelöst werden kann? Die einzige Idee, die ich habe, ist, das Rohr raus zu flexen und durch ein neues zu ersetzen. Das macht viel Arbeit. Und es besteht dann wieder die Gefahr des Verziehens beim Einschweißen.
=> REINKE: denkbar wäre evtl., das Ruderlager außen kleiner zu drehen, einzusetzen und mit kleinen Schrauben zu sichern und den entstehenden Spalt mit speziellem Epoxi- Gießharz auszugießen. Der Fachhandel sollte da weiter helfen können.

2. Das Stevenrohr an meinem Boot hat einen Außendurchmesser von 70 bei einer Wandstärke von ca. 10. Die EM-Wellenabdichtung muss auf dieses Rohr aufgeschoben werden und ist eigentlich auch für einen Durchmesser bis zu 70 gebaut. Nur ist der Gummi dann bis zum Zerreißen gespannt. Frage: Kennen Sie eine Möglichkeit, den Außendurchmesser des Rohres im eingebauten Zustand zu reduzieren? Oder stellt der Einbau der Wellenabdichtung kein Problem dar?
=> REINKE: EM-Wellenabdichtung sagt mir im Moment nichts- wie sieht die aus? Aber generell sollte ein 70er Nenndurchmesser auch auf D70 einsetzbar sein- bitte Hersteller fragen.
Ob und wo es mobile Drehmaschine gibt, die in den engen Motorraumverhältnissen den Außendurchmesser abdrehen können, weiß ich nicht.
Sonst kann ich mir das nur mechanisch vorstellen mit Flex oder ähnlich groben Werkzeug, was auch nicht ganz einfach annähernd rund zu bekommen ist

1. Zum Ausrichten des Motors habe ich als ersten Schritt die Welle durch das Stevenrohr - mit achtern eingepressten Kunststoff-Gummi-Lager - geschoben. Am anderen En des Stevenrohres kam die Welle aber nicht mittig raus, sondern sie lag an Steuerbord. Nur mit leichtem Druck lässt sich die Welle in Mittelstellung drücken.
Läßt das auf einen bananenförmigen Verzug des (nicht von mir eingeschweißten) Stevenrohres schließen? Falls ja, geht die Außermittigkeit in Ordnung oder wird das Lager/die Welle dadurch zu stark belastet? Wie kann man den Fehler beheben? Evtl. durch Umbiegen des Rohres innen in die erforderliche Richtung?
=> REINKE: Schweißverzug ist die wahrscheinlichste Möglichkeit. Biegen des Stevenrohres wird wahrscheinlich kaum möglich sein.
Je nachdem, wie stark der Seitendruck ist, kann das Lager schneller verschleißen, u.U. auch die Welle etwas einlaufen.
Denkbar ist ein konisches Abdrehen des Wellenlagers, einsetzen nach Wellenflucht, mit drei Madenschrauben rundum im Stevenrohr sichern und dann mit speziellem Gießharz ausgießen (brauchen sie ja auch schon für das Ruderlager.
Ob Sie das gleich machen oder erst mal probieren, wie lange das verkantete Lager keine Probleme macht, müssen Sie selbst entscheiden.
Ist die Welle nur außermittig, aber liegt nicht/ kaum am Stevenrohr an, ließe sich der Motor ggf. noch nach dem Stevenrohr ausrichten

2. Mit dem Ausrichten und Einbau des Motors habe ich in einem Anflug von Leichtsinn einen Kfz-Mechaniker beauftragt. Dem habe ich den passenden Auszug aus dem Buch Yachtbau in die Hand gedrückt. Nach getaner Arbeit musste ich feststellen, dass der Mechaniker die Lager schräg, also nicht parallel zur Längsachse des Schiffes eingebaut hat. Die Einbauanleitung von Vetus schreibt aber genau das vor. Ist der schräge Einbau akzeptabel oder muss umgebaut werden (falls das nicht wg, der Banane im Stevenrohr ohnehin passieren muss...).
=> REINKE: bei Einbau flex. Motorlager würde ich kein Risiko eingehen und nach Herstellerangabe einbauen- schon wegen der Gewährleistung. Ggf. den Lieferanten fragen
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9. Februar 2007 14:48Betreff: Niro Bolzen oder Alubolzen// Luken und Ankerrolle
Im Plan für die 11MS sind auf Seite 15 als Bolzen für die POM Rolle der Ankerleine Niro Bolzen mit 20mm Durchmesser angegeben.
Für die Blzen der Luken wird als Material Alu angegeben.
Können für die Ankerrollen auch Alubolzen eingesetzt werden?
=> REINKE: sollte besser Niro bleiben

Können für die Luken auch Nirobolzen eingesetzt werden?
=> REINKE: ja. Optimal wären dann Kunststoffbuchsen gegen Kontaktkorrosion (auch beim Ankerbolzen)
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.....iner 11MS habe ich einer Werft überlassen. Die möchte nun zur Befestigung der Alu-Platte des unteren Ruderlagers nicht vier Aluminiumsschrauben, sondern vier Edelstahlschrauben verwenden. Das sei, so die Werft, kein Problem.

Nun meine Frage an Sie: Stimmt das? Schließlich stecken die Schrauben im Aluminium und befinden sich im Seewasser.

=> REINKE: Verwendung von Niro- Schrauben ist sicher üblich, da seewasserfeste Aluschrauben tatsächlich schwierig zu beziehen sind. Werden Schrauben (und auch die Fußplatte!) gut mit Korrosionsschutzpaste eingesetzt, ist das Restrisiko relativ gering

Falls Alu-Schrauben verwendet werden müssen: Kennen Sie eine Bezugsquelle für M16-Aluschrauben in geringer Stückzahl?

=> REINKE: leider auch nicht

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Erfahrungen:

Schwierigkeiten:

Abdichten der Decksluken bei großem spiel zwischen dem Rahmen der Decksluken und den Flanschen auf dem Boot.

Letztes Jahr kämpfte ich mit dem Einsetzen der Luken. Zur Erinnerung: In der Diagonale von ca. 40cm Länge musste ein Spalt von knapp 1cm ausgeglichen werden. Laut Hersteller von Gebo ist nur 1mm Spiel zugelassen.

Lösung nach Empfehlung:

Die Luken sind mit Modifiziertem Silan von Soudal eingesetzt worden.

Ergebnis:

Da unsere 11MS unter freiem Himmel steht und Regen Schnee und Eis ausgesetzt ist, weiß ich jetzt schon, dass die Dichtung hält. Das Material läßt sich gut verarbeiten. Ich bin davon begeistert.

Anmerkung:

Lobenswerter Service von Herrn Fritschen von Soudal.

=> REINKE: 1 cm Luftspalt nur mit Dichtmasse abdichten halte ich für grenzwertig. Auch die beste Dichtmasse wird sich in dieser Dicke irgendwann ablösen oder Risse bekommen. Also gut beobachten, wenn sie in Fahrt sind. Besser wäre es gewesen, ein (Holz)Passstück in den Spalt mit einzusetzen und dieses dann mit Dichtmasse einzudichten.

Zur Isolierung:

Es wurden PE- Platten grob zurecht geschnitten und diese mit Platz für Kabel und Leitungen zwischen die Spanten geklebt, die Zwischenräume zu den Spanten dann anschließend mit 2k- PU - Schaum von Soudal ausgespritzt. Es wurde mit Spritzpistole gearbeitet, die 2K- PU Schaumkartuschen wurden ausgetauscht. Eine Kartusche mit Schlauch zum testen gab es vorab.

Ergebnis:

Funktioniert hervorragend. Wichtig ist die verwendung von Haftvermittler und der Richtige Kleber für die trobloc (die heißen doch so?) PE- Platten.

Mein Ausbauhelfer Christof B. musste die Arbeiten abbrechen und sich duschen und rasieren gehen. Nicht den Bart. Der PU Schaum haftet sehr hervorragend auf kurz behosten Beinbehaarung. Auch ohne Haftvermittler. Ab jetzt freiwillig in langen Hosen zur Ausbauhilfe. PU Schaum macht der Chef jetzt immer selber.

Anmerkung zur Isolierung:

Nachdem die Fenster und die Isuolierung drin ist, kann man endlich trocken und Warm auch im Winter arbeiten. Und im Sommer wird es tatsächlich nicht mehr so heiß im Boot.

Seitenverglasung Kabinen und Deckssalon:

Die Seitenscheiben der Kojen und vom Deckssalon sind mit 12mm geschwärzten Acrylglasscheiben verglast worden, wie empfohlen.

Erfahrungen:

Die Verarbeitung bei -Temperaturen mit Säge und Bohrer ging einwandfrei. Bei der Durchführung der Anderen Scheiben bei einigen Graden Celsius über Null sind die Scheiben zu heiß gelaufen und geschmolzen. Sägeblätter sind dadurch gebrochen. Mit den Bohrlöchern der selbe Effekt. Wegen der vorherigen positiven Erfahrungen wurden die verschiedensten Sägeblätter getestet. Dabei ist die Lösung so einfach.

Lösung:

Beim Bohren und Sägen ständig mit Wasser kühlen. Dies wurde mit einer Spritzflasche aus dem Baumarkt für Blumen und Zimmerpflanzen erledigt, natürlich ohne Dünger und Ungeziefer Ex.

weitere Erfahrung:

In einer Plexiglasscheibe im Deckssalon sind Risse entstanden.

Ursachen:

Möglicherweise dadurch, dass ich sie zuerst im Dunkeln mit 6 oder 8 Schrauben fixiert habe.

Weitere Möglichkeit: Die Flansche "Fensterrahmen" sind nicht optimal ausgerichtet. Oben ist der Fensterausschnitt des Alurumpfes nach aussen gewölbt, ander Fensterunterkante nach innen. Der Rahmen an sich ist dazu noch verkantet, nicht plan. (Anm.: Den Rupf habe ish von einem Selbstbauer gekauft der leider aufgeben musste, nicht von einem empfohlenen Profibauer. Das Erwähne ich hier nur, damit andere davon Lernen können. Beim Anschrauben der Schrauben wurde jetzt rundum langsam angezogen. Das hat geklappt, ohne dass weitere Risse hinzukamen. Bei den anderen Fenstern sind auf diese Weise erst gar keine Risse entstanden.

Anmerkung:

Recherche wegen Rissbildungen:

nachdem mein Ausbauhelfer Christof B., Student mit Arbeitserfahrungen in der Schreinerei und bei einem Bootsbauer, und entsprechenden Kontakten, den Hinweis bekommen hat, die Löcher groß genug zu machen wegen der unterschiedlichen Längenausdehnung, haben wir diesen Hinweis theoretisch durchgespielt:

1. Die Fachliteratur gab Hinweise dass die Längenausdehnung beim Kunststoff doppelt so lang ist wie die von Aluminium. Das Ergebnis: im kleinsten Falle für eine großen Fensterscheibe 0,4mm nach links und 0,4mm nach rechts, wenn man annimmt dass die Mitte der fensterscheibe an dem Platz bleibt. Dabei ist schon berücksichtigt, dass sich das Aluminium auch ausdehnt.

Nach diesem Hinweis, und der Überprüfung mit demselben Ergebnis, und dem Wissen dass insbesondere die schon vorgefertigten Scheiben durch den vorigen Ausbauer nicht so genau übereinstimmten, habe ich die Löcher im Alurumpf des Deckssalon auf 7,5mm aufgebohrt, damit die Schrauben teilweise überhaupt erst passen und auch noch genügend Spiel haben. Im Fenster haben sie ihr ursprüngliches Mass von 6mm (oder 6,4mm?) behalten.

=> REINKE: wir empfehlen generell immer beide Löcher ca. 1 mm größer zu bohren, aber Ihre Version dürfte auch gehen

Anmerkung:

Das Arbeiten mit der FAKO Binde klappt schnell, simpel mit erstklassigem Ergebnis.

Erfahrung:

Der Selbstgebaute Trinkwassertank aus Edelstahl nutzt den Platz optimal aus. Die Beschichtung mit Lebensmittelgeeigneter dafür empfohlene und zugelassener Farbe von Epple Plast (EP- Basis) RAL- Farbton Elfenbein hat hervorragend geklappt. Mein beiden jüngsten Söhne mussten unbedingt helfen. Der Jüngste beschmierte seine Hände beim Rollen, er verschwand deshalb ins Bad. Kurz darauf tönte meine Frau amüsiert aus dem Bad(unseren Jüngsten zitierend): Markus, Mika hat Elfenbein an den Händen.

Erfahrung:

Sommerfeld und Thiele hat ebenfalls einen sehr guten Service. Wir haben dort unsere Erste Holzlieferung abgeholt und wurden sehr freundlich empfangen. Wir warteten schon dort als sie Montags morgens öffneten und haben wohl so Übermüdet ausgesehen, dass wir erstmal einen dicken Pott Kaffee bekommen haben. Allerdings schicken die das Holz auch sehr günstig. wir wollten uns aber beraten lassen und in Ruhe anschauen. Das geht besser vor Ort.

Zu diesen Themen wünsche ich mir noch Empfehlungen:

Welche Schraube ist für die 11MS zu empfehlen?

=> REINKE: generell IMMER von Propellerlieferanten auslegen lassen

Welche Anbieter?

=> REINKE: unser Propellerlieferant ist Bukh- Diesel

In einem alten HD- Rundschreiben ist davon die Sprache, dass ein 18x15 mit einem 17x17 ausgewechselt worden ist.

=> REINKE: 18 x 15 war der aktuelle (17x17 hatte kavitiert)

Mein Motor leistet 88PS mit max. 4500U/min und 172Nm. (OM617)

Welche Angaben benötigt der Schraubenlieferant und welches Schraubenmaterial?

=> REINKE: fragt der Propellerbauer ab

Ist es Korrekt die Konstruktionswasserlinie anzugeben? Oder benötigt er die tatsächliche Wasserlinie, bei Zuladung etc. Welche Verdrängung ist anzugeben, Leergewicht?

=> REINKE: bei korrektem Baugewicht sollten CWL und Schwimmwasserlinie überein stimmen schon inkl. Personen, Zuladung und halbe Tankinhalte

Ist es Korrekt, Halbgleiter anzugeben?

=> REINKE: Nein, mit 88 PS wohl nicht erreichbar

Welche Geschwindugkeit soll das Boot unter Motor bei voller Fahrt erreichen können?

=> REINKE: sollte der Propellerlieferant für Ihren Motor mit seinem Programm ausrechnen können (geben Sie ihm ggf. die Angaben + Messdaten aus unserem Rundschreiben.

Welche erreicht es unter Motor und Segel? Von welcher Geschwindigkeit geht man bei der Berechnung aus?

=> REINKE: für Auslegung nur die Motorgeschwindigkeit zugrunde legen. Unter Segel ca. + 1 kn

Laut Unterlagen würde ich von einer max. Geschwindigkeit bei bestem Wind und Kurs mit Motor von 12 Knoten ausgehen.

=> REINKE: Propellerbauer fragen- 12 kn scheint mir für 88 PS aber zu hoch gegriffen

Bei dieser Geschwindigkeit muss der Motor bei max. Drehmoment die Schraube antreiben.

Dichtmaterial für Trinkwassertank

Gibt es für die Abdichtungen des Trinkwasser Tanks eine Vorschrift bezüglich des Dichtungsmaterials? Ich muss mir zwei Flachdichtung erstellen mit 10mm Breite. Die Öffnungen sind Rechteckig 250mmx500mm.

=> REINKE: Vorschriften sind mir nicht bekannt. ZK (Zellkautschuk)- Streifen könnten eine Möglichkeit sein

Echolot ohne Durchbruch

Ich find nicht mehr den Text, bei dem es um ein Echolot ging bei dem auch für Aluboote kein Rumpfdurchbruch ausgeschnitten werden muss. Einen Anbieter für sowas finde ich auch nicht mehr. Hatte damals parallel zu Ihrem TIP/ Hinweis soetwas gefunden und für Handelsüblich abgehakt, bez. auf dem Markt auffindbar gehalten und irgendwo zu den Akten gelegt. Gibt es dass noch?

=> REINKE: hierzu Auszug aus unserer "FAQ"- Seite;

" habe Sie irgendwelche Bedenken gegen den Einbau eines Echolotgebers aus Metall, z.B. Bronze, in den Aluminiumrumpf meiner 10M - einwandfreie elektrische Isolierung vorausgesetzt? Aus Gründen der größeren mechanischen Belastbarkeit würde ich anstelle der üblichen Kunststoffgeber lieber einen solchen einsetzen.

=>REINKE: Bitte KEIN Bronzegeber! Elektrolysegefahr zu groß. Bei Bedenken: ich habe gerade in einer Zeitschrift Werbung für einen INNEN in Aluschiffe eingebauten Geber gesehen OHNE Durchbruch: heißt ALUMADUCER, mehr auf www.vexilar.com. Irgendwelche Erfahrungen haben wir damit natürlich noch nicht.

Antwort dazu: vielen Dank für Ihren Hinweis auf den ALUMADUCER. Ich habe den Sensor bei der Firma angefragt (ca. $ 90,-) und dabei erfahren, dass ab einer Alu-Plattenstärke von 4mm mit Leistungseinbußen gerechnet werden muss, sprich geringeren Messtiefen. Falls ich den Sensor bei der 10M einsetzten will müsste ich eine kreisförmige Fläche mit ca. 70mm Durchmesser in der Bodenplatte auf eine Stärke von 4mm (besser 3mm) reduzieren (dünnere Platte einschweißen oder Material abtragen mit Oberfräse). Halten Sie so etwas für sinnvoll?

=> REINKE: Reduzierung von 5 auf 4 mm ist nicht so tragisch für nur D 70 mm (möglichst in Nähe von Spanten/ Steifen setzen). Leistungsreduzierung ist auch nicht unbedingt tragisch- richtig BRAUCHEN sie das Echolot sowieso nur in Flachwasser. "

Wo ist die Beste Plazierung für den Echolotsensor/Geber? Zwischen den Twinkielen ziemlich weit vorne?

=> REINKE: VOR den Twinkielen- sonst evtl. Fehlmessungen auf die Kiele

Hinweis:

"Bei Verwendung von Styrol kann giftiges Cyanid entstehen"

BASF gibt hierüber gerne Auskunft. Meines Erachtens nach handelt es sich hier um eine Verwechslung. EPS Extudierten Polystyrols "Styropor", welches zum Isolieren verwendet wird: Dieses besteht nur aus Kohlenstoff C das zu Kohlenmonoxid und Kohlendioxid verbrennen kann, wie es Holz genauso tut. Darüber hinaus besteht es noch aus Wasserstoff welches beim Verbrennen zu Wasser verbrennt. Ebenso PS Polystyrol.

Verwechselt wird hier das Polystyrol höchstwahrscheinlich mit Styrol-Acrylnitrilcopolymeren. Dieses enthält tatsächlich N (Stickstoff) über die Nitrilgruppe. Dabei handelt es sich um ein Glasklares durchsichtigen Kunststoff, der nicht zum Isolieren verwendbar ist.

Vorabinfo:

http://www2.basf.de/basf2/html/plastics/images/pdfs/dt/copolymere/TerluxBr_d.pdf?id=prJ0s9pocbcp-9w

Kontakt zur Anfrage e-mail:

styrenics.infopoint@basf.com



Wie giftig oder ungiftig Styropor eventuell durch Verbrennungsprodukten von z.B. Additive sein könnte, weiss nur BASF selber zu beantworten. Aber eine korrekte Antwort geben die Spezialisten von BASF gerne.

Ich hoffe mit diesen Links eine Hilfestellung oder einen kleinen Teil dazu gegeben zu haben, das Niveau Ihrer Seite ständig zu erhöhen. Ich bin auch gerne bereit, die Anfrage bei BASF für Sie durchzuführen.

=> REINKE: danke für den Hinweis. Werde ich mit aufnehmen, auch wenn ich das als Nicht- Chemiker nicht beurteilen kann

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Hier stichwortartig einige Dinge, die mir am Herzen liegen:
1. Isolierpaste: Die Isolierpaste für V4A Bauteile, die Kontakt zu Aluminium bei möglichem Seewasserkontakt haben.Die letzte Tube habe ich erstanden beim SVB Händler in Bremen. Diese ist aus dem Programm gestrichen.
=> REINKE: Schade- aber Duralac gibt es m.W. auch bei Schwenckner und Sailtec, andere ähnliche Massen im techn. Handel

2. Lukeneinbau: Vom Hersteller GEBO liegt als Bedingung zum Einbau der Decksluken die Toleranz von 1mm Spiel vor. Die kommt bei meinem Boot nicht ganz hin.Von einigen Lösungsmöglichkeiten erscheint mir die Abdichtung durch SIKA Dichtmasse am Besten. Es wird speziell eineDichtmasse für Luken empfohlen.Nach vielen Gesprächen zu dem Thema bin ich wohl nicht der Einzige, der mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Kennen Sie eine bessere Möglichkeit?Außer neueinschweißen?
=> REINKE: bis 3-4 mm Unebenheiten sollte das kein Problem sein. Zumindest im UV- ausgesetzten Bereich aber besser MS- Polymer- Dichtmassen nehmen als Sika: nicht UV- beständig!

3. Wellenschmierung: Die in den Bauplänen angegebenen Bohrungen mit einem Durchmesser von 10mm und einem Winkel von 45° sind noch nicht vorhanden. Wie ist der aktuelle Stand zur Wellenlagerung? Geht es ohne Wassereinspeisung? Müssen diese Bohrungen auf alle Fälle angebracht werden? Gehen die Bohrungen dann hinter dem Wellenlager ins Stevenrohr?
=> REINKE: Bohrungen sollten rein- VOR dem Wellenlager (in Schiffsrichtung). Wenn Motor noch nicht drin ist, sollte sich Welle doch nach innen schieben lassen während des Bohrens.

Da die Welle schon eingebaut war, gibt es möglicherweise eine andere Möglichkeit? Auf der Messe sah ich Dichtungen, die keine Wassereinspeisung vom Motorraum her vorsahen. Es handelte sich um eine Gummilippendichtung, die auf einer auf die Welle aufzusteckenden Graphitring laufen, wegen geringerem Abrieb als auf der Edelstahlwelle, und bei bedarf auszutauschen. Deshalb weniger undichtigkeit an dieser Stelle. Diese Konstuktion hatte besitzt auch keinen Nippel für Wassereinspeisung. Ist dies zu empfehlen? Reicht zur Schmierung das Wasser, das durch das Wellenlager dringt, aus?
=> REINKE: Weiß nicht genau, welche Wellendichtung Sie meinen. Diese Dichtungen sind schon bald eine Glaubensfrage- auch die in der Zeichnungen dargestellte Gleitringdichtung ist nicht mehr unbedingt empfehlenswert. Ob eine Wasserzuführung nötig ist, muss der Lieferant der Dichtung beantworten- MIT den Wasserzulauflöchern aber i.A.nicht

4. Fenster: Für die Fenster im Steuerstand: Wo bekomme ich Maßangefertigte fenster für den Steuerstand? Acryl ist hier wohl nicht angesagt, wenn man zum Beispiel Scheibenwischer einbauen möchte?
=> REINKE: Fenster auf Maß mit rahmen u.A. bei VETUS

Nachtrag zu vorheriger Mail

1. Lässt sich das Motorlager auch weiter nach hinten verschieben? oder sind die 12cm Abstand zum Motorfundamentende einzuhalten?
=> REINKE: kein Problem- auch der "Express"- Motor steht weiter hinten

2. Eine alternative wäre, druckdichtverschließbare Wartungsöffnungen für den Wechsel des Impellers und eventuell um den Keilriemen zu spannen.
=> REINKE:.. auch das wäre kein Problem

S11:

Sonntag, 7. September 2008 14:46/ An: peter.reinke@t-online.de Betreff: Dieseltank

Sehr geehrter Herr Reinke
Ich habe Schwierigkeiten den Dieseltank dicht zu kriegen. In Ihrem Kundenservice bei den häufigsten Fragen habe ich von der Möglichkeit gelesen den Tankdeckel wegzuschneiden und einen Kunststofftank reinzulegen.
Ich möchte nun wissen ob ich auch die Tankseiten zwischen Spant 4 und 5 bis auf Höhe von der Bodenwrange von Spant 4/5 rausschneiden kann um beidseitig von der Längsbodenwrange je einen etwas breiteren Kunststofftank reinzulegen, damit wäre das unten verlorene Tankvolumen etwas ausgeglichen.

=> REINKE: Einer Reduzierung auf die gleiche Höhe wie der Mittelträger könnten wir zustimmen, natürlich muss dann die auf halber Höhe abgeschnittene Tankseitenwand stattdessen min. mit einem Flach 60x8 versehen werden, auch als Auflage für den Tank.
Sie müssen sich aber darüber im Klaren sein, das die Festigkeit in diesem Bereich, wo gerade die Kiele enden, schon recht stark reduziert wird. Das sollte aber nur in Extremfällen wie z.B. starke Grundberührungen von Bedeutung sein.
Eine Reduzierung auf Bodenwrangenhöhe ist nicht akzeptabel

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Sonntag, 23. September 2007 23:31Betreff: verbindung batterieminus-rumpf
werter herr reinke, nach fertigstellung meiner super 11 (alu,twinkiel) stellt sich mir folgendes problem:
-ich habe die verkabelung von verbraucherbatterieminus mit motorbatterieminus und damit auch mit der motormasse verbunden,jedoch wie in den büchern "yachtbau" und "alternativer yachtbau" empfohlen , vom rumpf isoliert,um der gefahr von elektrolytischer korrosion zu begegnen.motormasse als auch wellenstrang sind sowohl gegeneinander als auch vom rumpf elektrisch isoliert(nirowelle mit bronzepropeller sind durch prop-seitiges gummilager und motorseitiges druck-und traglager mit gummikupplung sowie wellenrohrdichtung aus gummi =volvo-lippendichtung vom rumpf elektrisch getrennt und mit eigener wellen-zinkanode geschützt.)auch über die gas- und kupplungs-bowdenzüge besteht keine verbindung.
-alle elektroverbraucher sind (nur)plus-seitig durch ensprechende sicherungs-schalter gegen überstrom abgesichert.(je nach verbraucher zwischen 3 und 150 ampere). direkt an den batterien (vor dem hauptschalter) sitzt eine 200-ampere schmelzsicherung.grösster verbraucher-ankerwinsch-zieht bei vollast ca.100 ampere.
bei einem eventuellen isolationsfehler an einem dicken plus-kabel (z.b. durchscheuern) stünde dann der rumpf unter plus 12 volt, was durch die trennung von minus vorerst unbemerkt bliebe, bis ein z.b. dünneres minuskabel ebenfalls eine elektrisch leitende verbindung zum rumpf erhält.da die hochstrom-abgesicherte plus-seite den dann fliessenden strom nicht unterbricht,kommt es innerhalb von sekunden zu einem vom dünnen minuskabel ausgehenden kabelbrand,welcher auf grund der verlegung hinter der wegerung (oder ähnliches) nicht wirkungsvoll und sofort bekämpft werden kann,was zum totalverlust der yacht führt.
was tun?
eventuelle idee:(bitte um prüfung und kommentar)
warnlampe oder eventuelle led(mit entsprechendem vorwiderstand) zwischen rumpf und batterieminus schalten, um zumindest eine warnung zu erhalten,wenn der rumpf an plus 12volt zu liegen kommt, um dann den fehler im entsprechenden 12volt-kreis zu suchen,bevor ein zweiter (fataler)fehler auf der minus-seite dazukommt.(z.b. am naviplatz einzubauen)
im übrigen: schiff segelt super,ich werde immer wieder auf den tadellosen wasserablauf am heck angesprochen; ich habe allerdings den heckspiegel nicht wie von ihnen gezeichnet wieder rückspringend ausgeführt, sondern die obere fläche des spiegels schräg nach achtern bis zum kimmknick weitergezogen(sowohl um eventuelle fehler in der gewichtsverteilung-man weiss ja nie-abzumildern, als auch wegen der anbringung einer badeplattform und der vergrösserung von stauraum in der heck-backskiste); dadurch ist das unterwasserschiff und dessen linien nicht betroffen und das gesamte schiff um ca. 40cm länger, aber wen stört's?
=> HERRMANN/ PALSTEK (danke für die Unterstützung):
die schlechte Nachricht: die Leitungsführung und Absicherung Ihrer Anlage ist so nicht zulässig. In einer sogenannten "hochgelegten" Anlage MÜSSEN Plus- und Minusleiter durch eine gekoppelte Sicherung (Leitungsschutzschalter) abgesichert sein, da sonst im Fall eines Doppelfehlers - wie sie ja schon ganz richtig erkannt haben - erhebliche Schäden zu befürchten sind. Eine Warnleuchte oder eine andere Alarmvorrichtung reichen nicht aus.
Nach dem heutigen Stand ist es nicht mehr üblich, die Rümpfe - auch Alu - von der Elektrik zu isolieren. Ist der Rumpf an einem Punkt mit einem entsprechend dicken Kabel (Mindestquerschnitt gleich dem Minuskabel von der Batterie zur Verteilung) mit dem Minuspol der Batterie (Masse) verbunden, sind keine Schäden durch galvanische Ströme (Elektrolyse) zu erwarten. Es muß nur gewährleistet sein, dass Primär- und Sekundäranschlüsse des eventuell vorhandenen Ladegeräts galvanisch voneinander getrennt sind.
Die Wahrscheinlichkeit, dass galvanische Ströme durch den Schutzleiter des Landanschlusses verursacht werden, ist ungleich größer. Sobald Sie ein 230-Volt-Bordnetz haben, ist die Verbindung des Rumpfes mit dem Schutzleiter ("Erdung") jedoch zwingend vorgeschrieben und auch höchst sinnvoll. Es sei denn, jeder Verbraucher ist über einen eigenen Trenntrafo angeschlossen.
Nun die gute Nachricht: Allgemein kann man jedoch davon ausgehen, das auch Alurümpfe in den seltensten Fällen Opfer von durch die Bordelektrik hervorgerufenen Elektrolyse werden. Tritt elektrolytische Korrosion auf, ist dies meistens durch einen nicht fachgerecht ausgeführten kathodischen Schutz oder durch ungeschickte Materialpaarungen im Unterwasserbereich verursacht. Mir sind jedenfalls keine konkret belegten Fälle von elektrolytischer Korrosion an Alurümpfen durch das Bordnetz in den letzten 20 Jahren untergekommen.Ich gehe davon aus, dass dies auch von Herrn Reinke bestätigt werden kann,.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Herrmann

25-9-07 NACHFRAGEN S11/ ANTWORT HERRMANN:

S11. wenn ich nunmehr die minus-sammelschiene von motor-und verbraucherbatterie(entspricht gleichzeitig der motormasse) mit 2x35quadratmm zum rumpf verbinde(dies entspricht der plus-verbindung von der verbraucherbatterie über schmelzsicherung zum hauptschalter und weiter zur verteilung mit einzelschaltern), so muss doch jeder isolationsfehler(aufgescheuertes kabel) zum rumpf -und damit zu minus- zu einer entsprechenden schalterauslösung ,bzw.im falle eines davor liegenden hauptkabelkurzschlusse zu einer unterbrechung durch die schmelzsicherung führen.
=>HERRMANN: Ja. Wenn die beiden Plus-Kabel einzeln abgesichert sind. Wenn sie zusammen abgesichert sind - im Sinne des Leitungsschutzes mit einer für 70 mm² ausgelegten Sicherung - kann in bestimmten Fällen die Schmelzsicherung nicht schmelzen und das Kabel trotzdem überlastet sein. Das selbe gilt im Grunde auch für die Minus-Verbindung, die auch aus 1x70 mm² bestehen sollte. Oder nach VDE sogar muß.

S11: oder irre ich mich da?
=>HERRMANN:ansonsten, nein.

S11: zur elektrolytischen korrosion:
-meine 230-volt versorgung kommt über einen (im landanschlusskabel fliegend integrierten) fi-schalter mit 30mA auslösung zu einer steckdose an bord und von dort über einen trenntrafo (sterling zink saver) zu 1 steckdose und parallel zum ladegerät (sterling pro digital), wobei phase und null-leiter durchgezogen sind, der grün-gelbe schutzleiter aber über den trenntrafo läuft, so dass beide 230v-verbraucher(steckdose und ladegerät) hinter dem trenntrafo liegen.
=>HERRMANN: Der Zinc saver ist kein Trenntrafo. Darin wird lediglich der Schutzleiter durch zwei antiparallel geschaltete Dioden davon abgehalten, Gleichstrom durchzulassen. Der Schutzleiter muss auch in diesem Fall am Rumpf liegen - sonst kann der Fi nicht funktionieren, ebensowenig wie die Schutzmaßnahme "Schutzerdung".

S11: der alu-rumpf ist mit reichlich verteilten zinkmäusen versehen,obwohl sehr genau auf eine elektr.isolierte montage verschiedener materialien(z.b. niro-alu) im überwasserbereich geachtet wurde,zusätzlich alles mit duralac-paste montiert; die zinkmäuse stellen (so zumindest die idee) eine zweite verteidigungslinie dar.unter wasser gibt es (ausser niro-welle mit bronzepropeller und eigener zink-wellenringanode, alles vom rumpf und motor isoliert) keine metallpaarung, da alle rumpfdurchtritte und seeventile in kunststoff(marelon) ausgeführt sind.die (eventuell nasse) niro-ankerkette ist im ankerkasten durch eine vollflächige 5mm gummiauskleidung vom alu-rumpf isoliert(aus elektro-und schallgründen),auch über die ankerwinsch gibt es keine leitende verbindung zum rumpf.
wenn alles,was ich oben ausgeführt habe,einen sinn ergibt (was ich hoffe),müsste ich also nur eine entsprechend starke kabelverbindung von minus zum rumpf legen (ich denke an - wie oben ausgeführt-2x34 quadratmm).
=>HERRMANN: Genau. Bis auf die Tatsache, dass Sie 1x70 mm² verwenden müssen (s.o.). Nebenbei: Theoretisch sind Ihre Zinkanoden mangels höherwertigen Werkstoffe (ausser dem Rumpf-Alu) im Unterwasserbereich überflüssig.

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Mittwoch, 8. August 2007 S11: nach meinem größtenteils verregneten Sommerurlaub - der insofern aufgrund der resultierenden geringen Temperaturen hinsichtlich meines Fortkommens im Innenausbau sehr produktiv war - hätte ich noch zwei Fragen zur Berechnung des laufenden Gutes.
Für die Länge der Großschot habe ich eine maximale Auslenkung des Baumes um 90° angenommen und hieraus die Schotlänge entsprechend des verwendeten Großschotsystems ermittelt und dann noch 2 Meter zusätzlich eingerechnet. Das ist wahrscheinlich bereits zu viel Tauwerk!?
=> REINKE: hört sich korrekt an. Höhe Block bis Baum auch berücksichtigt?

Gleiches Verfahren für die Genuaschot anzuwenden ist vermutlich insofern unsinnig da sie ja normalerweise nicht ausgebaumt wird. (Passatsegeln ist für die nächsten 10 Jahre nicht geplant). Wie kann ich die Schotlänge hier in sinnvoller Weise berechnen? Existiert da eine Formel oder wird das empirisch ermittelt?
=> REINKE: ausgebaumt wird auch beim Tagestörn bei achterlichem Wind! Bei dieser Konstellation die Länge der (losen) LUVschot ermitteln. Auch die Länge der LUVschot auf Am- wind- Einstellung prüfen und bei Rollanlagen bis zum Vorstag!
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21-3-07 : ich habe mal wieder eine Frage zum Super 11 um deren Beantwortung ich Sie bitten möchte.
Heck: Schweißnaht Spiegel zum Scheergang
Im Bauplan ist der Übergang von Scheergang und Waldeck zum Spiegel durch eine Punk/Strichlinie gekennzeichnet, so etwa auf der Höhe zwischen Hilfsspant X und Spant 0. Im Linienriss ist dieselbe Stelle durch entsprechende Striche gekennzeichnet ohne weitere Angaben in mm. Meine Frage: Ist dort ein Spant vorgesehen ? Dieser läge dann quasi genau in der Schweißnaht zwischen Scheergang und Spiegel.
=> REINKE: Wenn sie die Linien meinen, die ich denke (strich-Punkt fast parallel zum Spiegel in der Seitenansicht), dann ist das der Knick/ Schweißnaht zwischen Außenhaut und Spiegel
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1) Konstruktive Verbände
Ist die Inneneinrichtung Teil der Statik des Schiffes oder könnte ich diese auch nach eigenem Ermessen komplett umgestallten ? Falls Teile der Inneneinrichtung zur Statik gehören, welche sind das und dürfen auf keinen Fall geändert werden ?
=> REINKE: bei der HOLZ- Inneneinrichtung können Sie relativ frei modifizieren. Metall- Verbände, Schotten usw. sind dagegen i.A. tabu.Ggf. im Detail rückfragen
2) Verstärkungen / Unterfütterungen von Schotwinden.
Da Schotwinden eine sehr große Kraft aufnehmen müssen nehme ich an, dass verstärkte Unterkonstruktionen notwendig sind. Ich habe in den beiden Yachtbau Büchern aber keine entsprechenden baulichen Hinweise gefunden. Sind Verstärkungen notwendig ? Wenn ja, wie müssen diese ausgeführt werden?
=> REINKE: keine Extra- Verstärkung erforderlich, solange die Winsch in der Nähe des Spantblechs (Spant 2) steht. Sonst Winsch- Bereich ähnlich aussteifen wie in Spant 2
9) Zeichnung Schnitte Spt. 3 u. 5 Schott 3 ist in einen oberen 5 mm und einem unteren 6 mm Bereich unterteil. Getrennt werden diese durch ein Flach 60*5, es dient als Gurt und Kojenauflage. Wie muss der untere Teil mit dem Flach verschweißt werden und wie der obere ?
=> REINKE: unterbrochene Schweißung

mein Bootsbau schreitet voran. In Kürze will ich mit der Außenhautdämmung beginnen. Dazu habe ich 2 Fragen, u.z.
1. Können Sie mir einen Kleber nennen, der Styropor bzw. Pu-Schaum mit Aluminium verbindet und eine kurze Aushärtzeit hat.
=> REINKE: dazu ein Hinweis von unserem 13M- Bauer Hirschmann aus unserer Homepage:
Wenn Trobloc oder andre Schaumplatten mit Kontaktkleber aufgebracht werden, wie von manchen Lieferanten empfohlen, besteht nicht nur erhöhter Aufwand beim Einbau durch beidseitiges Auftragen, Ablüften lassen, anbringen und Druck aufbringen bis zur Endhaftung (schwierig bei verformten Platten unter Spannung), sondern auch Gefahr durch Gesundheitsschäden NICHT nur beim Aufbringen, sondern laut Herrn Hirschmann soll es von Bayer bestätigt worden sein, das solche Kleber noch über Jahre hinweg ausdünsten und Gesundheitsschäden nicht auszuschließen wären.
Er empfehlt für solche Fälle die Verklebung mit MS- Polymer- Dichtmassen, die auch bei verformten Flächen eine sofortige Haftung ermöglichen und damit den Montageaufwand stark verringern. Dies deckt sich auch mit unsren Werfterfahrungen.
2. Welchen Untergrund können Sie mir emphehlen, ist ein Unterbodenschutz geeignet, oder gibt es etwas besseres zum Abdämmen von Schwitzwasser.
=> REINKE: Untergrund wofür? Wenn Sie isolieren, ist keine weitere Abdämmung gegen Schwitzwasser nötig

Auf Seite 233 steht der Hinweis, dass beim Knicken von Alu Plattenmaterial ein Minimum-Biegeradius einzuhalten ist. Wenn ich nun die Flansche der Bodenwrangen biegen lassen möchte wie groß müsste dieser Radius sein bei einer Blechdicke von 6 mm und einem Winkel von 90 Grad.? Wie groß muss dieser Radius sein bei einer Blechdicke von 5 mm und einem Winkel von 90 Grad ?
ANTWORT: als Biegeradius (gemessen auf INNENkante Blech) sollten ca. 3 x Blechdicke nicht unterschritten werden

Ich möchte die Pinnensteuerung durch eine Radsteuerung ersetzten. Das bedeutet aber, dass das Kokerrohr nicht mehr vom Deck bis zur Bodenplatte durchgängig ist, es wird irgendwo auf halber Strecke geteilt damit ich an den Ruderschaft komme.
=> REINKE: Bei Trennung sollte Kokerrohr weit genug über die WL geführt werden wegen möglichem Wassereintritt, am besten bis Cockpitbodenhöhe und dort mit 2 x 45!- Knieblechen an Cockpitrückwand abstützen.

Jetzt ergibt sich aber die Frage nach der Schmierung der Delrin (oder POM ?) Ruderlager. Im Original befindet sich am Ruderkoker ein Schmiernippel und wenn ich das richtig sehe wird dort soviel Fett eingepresst bis dieses unten und oben die Lager erreicht und diese schmiert. Wenn der Ruderkoker nicht durchgängig ist geht das aber nicht mehr.
=> REINKE:Ruderlagerschmierung ist vor allem bei Aluschaft nicht unbedingt erforderlich. Unten wirkt Wasserschmierung, oben reicht i.A. Einsetzen des Ruders mit Fett

Kann ich ein Loch in Höhe der Lager durch den Ruderkoker und durch die Buchse bohren und jeweils einen Schmiernippel direkt am Lager anbringen ? Oder schwächt das das Kokerrohr zu sehr ? Falls das nicht geht, wie bekomme ich dann die Lager geschmiert ?
=> REINKE: wäre oben ok. Unten besser nicht wegen Wassereintritt

Für den Fall des Einbaus eines Schmiernippels direkt am Ruderlager wurde mir die Empfehlung gegeben in der Buchse selbst kleine etwa 1 mm tiefe Rillen jeweils vom Schmienippelloch ausgehend einzuarbeiten, die dem Fett „den Weg zeigen sollen“. Somit soll dann eine optimale Verteilung des Schmiermittels erreicht werden. Ist das sinnvoll oder gar kritisch ?
=> REINKE: übliche Praxis, wenn hohe Drehzahlen wie bei Motorwelle wirken. Beim Ruder nicht nötig.

In einem Artikel im Palstek wurde der Hinweis gebracht den Ruderschaft in Höhe der Lager z.B. zu eloxieren damit die Ruderlager länger halten. Pflichten sie dieser Empfehlung bei ? Haben sie hierzu Erfahrung und eine Empfehlung wer solche Arbeiten ausführt ?
=> REINKE: habe ich noch nirgendwo gesehen, daher auch keine Erfahrungen

ich habe 4 Fragen zur Ruderhacke um deren Beantwortung ich Sie bitten möchte.
1) Für das vordere Rundprofil der Ruderhacke ist laut Zeichnung als Materialstärke 42 mm vorgegeben. Lieferbar ist aber wohl nur 40 mm oder 50 mm. Ist 40 mm auch o.k. ?
=> REINKE: D40 ist ok

2) Für das hintere Abschlussblech der Ruderhacke kann ich in den Zeichnungen keine Angaben zu Materialstärke finden. Wie dick muss sie sein ?
=> REINKE: 12 mm Alu

3) In der Zeichnung „Ruder“ ist klar zu erkennen, dass das vordere Rundprofil der Ruderhacke nach oben durch die Bodenplatte geht und dort mit dem Schott 200/300 im unteren Teil verbunden wird. In der Zeichnung „Schnitte Spt. 0/1 u. 2“ in der das Schott 200/300 gezeichnet ist, ist davon aber nichts zu erkennen. Wo liegt der Fehler ?
=> REINKE: durchgehendes Rundprofil ist korrekt. Ruderdetails sind in Querschnitten nicht dargestellt

4) Die Seitenbleche der Ruderhacke stoßen von unten an die Bodenplatte. Hierzu finde ich keine Schweißangaben. Werden diese mit der Bodenplatte wasserdicht verschweißt ?
=> REINKE: natürlich- Skeg MUSS genauso wasserdicht verschweißt werden wie Rumpf und Kiele und Ruder

5) Das hintere Abschlussblech des Skegs [12 mm] geht von außen durch den Schiffsboden ein Stück nach oben direkt entlang des Ruderkokers (bis zum Profil 60x[5]). Wird dieses Abschlussblech entlang des Koker mit diesem verschweißt ? Wenn ja, wie ?
=>REINKE: Verschweißung mit unterbrochener Kehlnaht wie auch am Blech vor dem Skegblech angedeutet

für die positionierung der geeigneten rumpfdurchbrüche für echolot-geber und logge-geber(schaufelrad) bitte ich um positionsangabe(ausführug asy-twinkiel)
=> REINKE: angemessenen Postion wäre ca. 1 m vor den Kielen,um deren Einfluß auszuschließen. Bei Ihrer S11also ca. vor Spant 9

Die Fa. Corus Aluminium Walzprodukte GmbH bietet unter dem Produktnamen Alustar eine eigene Aluminiumlegierung an, die laut ihrer Werbung salzwasserbeständig und ideal für den Schiffbau sein soll. Haben Sie Erfahrungen, Hinweise oder eine Empfehlung bezüglich dieses Produktes ? Ist das eine Alternative zu AlMg 4,5 Mn ?
=> REINKE: Erfahren damit liegen mir nicht vor, wird aber m.W. viel bei Racern und schnellen Yachten verwandt, sollte daher kein Problem sein. Verarbeitung allerdings ebenfalls nicht bekannt.

Eine erhöhte Festigkeit ist für unsere Yachten aber nicht erforderlich, bedeutet wohl nur höhere Kosten ohne Zusatznutzen.Eine Verringerung der Blechdicke könnte dagegen zu verstärkter Beulung führen und ist daher nicht zu empfehlen

In der Zeichnung Schott 6/7 ist auch die Maststütze eingezeichnet.Ich kann aber keine Schweißangaben erkennen ob die Stütze an das Schott angeschweißt werden muss oder nicht. Ich nehme mal an sie mussverschweißt werden, wenn ja wie ? (durchlaufend oder Kette usw.)

=> REINKE: Zick-Zack- Schweißung wie Spanten

Ich habe die Maststütze soweit in meine AutoCad Zeichnung erfasst.Der Fuß der Stütze steht zur einen Hälfte nach achtern auf dem oberen Deckel des Wassertanks, leider hängt die zweite Hälfte zum Bug hin ungestützt in der Luft, ich denke ich habe hier einen Fehler gemacht.Muss der Deckel des Wassertanks an dieser Stelle einfach ein Stück unter den Fuß verlängert werden, ich kann das aus den Zeichnungen nicht erkennen.
=> REINKE: setzen Sie passenden Kniebleche vorne quer unter die Maststütze zwischen Bodenwrange und Mittellängsträger

Zwischen Spant 4 bis Schott 6/7 in Längsrichtung und an den Bodenwrangen 4/5 und 6 sind Rundprofile (25 mm) eingezeichnet. Laut einem Fachbuch zum Thema Schweißen ist das Verschweißen von Rundprofilen und Platten in dieser Form nicht ganz unproblematisch. Können die Alu-Rundprofile durch Flanschen ersetzt werden ? Wenn ja, wie müssen die Flanschen dimensioniert sein ?
=> REINKE: Verschweißung von Rundprofilen keine Problem. An Blechkanten würde Tankbeschichtung abplatzen können

In der Zeichnung Motorfundament II, findet sich der Hinweis auf eine Burgmanns-Packung Was ist das ?

=> REINKE: Stevenrohr- Dichtung mit quadratischem Querschnitt

In den Zeichnungen Bauplan, Schnitte Spt. 0/1 u 2, Schnitte Spt.3 u. 5, Schott 6/7 finden sich Pfeile eingezeichnet, deren Bedeutung ich nicht verstehe und auch durch Hinzunahme des Buches Hoischen,Technisches Zeichnen nicht interpretieren kann. Zum Einen ist es eine Linie mit Pfeilen ohne eine Längenangabe <-->, zum Anderen zwei versetzte Pfeile, auch ohne Längenangabe. --><-- . Wie sind diese Pfeile zu interpretieren.
=> REINKE: schiffbauliche Zeichnungsweise: <-->: Blech läuft durch Querträger durch, dieser wird unterbrochen,

-->I
I<--: Blech endet am durchlaufenden Querträger

Was bedeutet w.d. Boden in den Zeichnungen (Schnitte Spt.0/1 u. 2) Was bedeutet wd. Boden in den Zeichnungen (Bauplan)
REINKE=> wd= wasserdicht, d.h. durchgehend verschweißt

Für den Knick in der Beplattung beim Übergang des Scheerganges zum Spiegel kann ich keine mm-Angaben im Linienriss finden obwohl er eingezeichnet ist. Laut Beschreibung im Buch sollen diese Angaben im Bauplan zu finden sein, hier kann ich ebenfalls nichts finden.
REINKE=> der Spiegel wird eingepasst (AY2, S.151). Dadurch ist die Position nicht genau und kann nicht vermaßt werden. Zum Straken deshalb das (nicht vorhandene) Spant x nutzen

Für den Aufriss der Spanten benötige ich die Höhe der Bodenwrangen, laut Buch sollen diese der Bauplan beinhalten. Für die Spanten 0,1,2,3,3/4 kann ich keine Werte finden obwohl sie auf dem Bauplan zu erkennen sind.
REINKE=> Spt. 0-2: Höhe 0 Knick der Verdrängungshacke. Spt. 3: siehe Zng. "Schnitte Spt. 3+5", 3/4 ergibt sich aus Motorfundament

Für Spant 8 und 10 interpretiere ich jeweils 2 Werte. Haben diese beiden Bodenwrangen zwei Flansche in unterschiedlicher Höhe und Richtung ?
REINKE=> korrekt, Flanschen sind später Auflage für Bodenbretter. bei Spt 8+10 jeweils eine Stufe

Die Angaben im Linienriss für die Abstände der Spanten (744 mm). Muss zu diesen Werten noch die Materialstärke der Spanten hinzugerechnet werden um die exakten Positionen der Spanten auf der Kielplatte zu erhalten ? Aus dem Buch habe ich es so interpretiert, dass die Angaben im Linienriss jeweils die Mallkante der Spanten markiert, die Materialstärke wäre also nicht hinzuzurechnen. Ich bin mir aber nicht sicher, deshalb diese Frage.
REINKE=>KEINE Materialstärke zum Spantabstand addieren- sonst wird Ihr Schliff länger und strakt nicht mehr. Maße gelten immer für Mallkante Spant. Die Materialstärke schlägt im Hinterschiff nach vorne, im Vorschiff nach hinten. Wechsel zwischen Spt 5/6 und 6 (siehe Wechselzeichen im Bauplan)

Ich habe ein schönes Photo auf ihrer Homepage gesehen, es zeigt die Super 11 mit einer Heckverlängerung. Gibt es hierzu einen ergänzenden Bauplan ?
REINKE=> Heckpodeste werden meist nach eigenen Vorstellungen ausgelegt. ein Anhalt ist in AY2, S. 228 oder die Fotos auf der Homepage. Falls Sie mir den Dateinahmen des entsprechenden Fotos aufgeben, kann ich evtl. die Adresse des Erbauers zur Kontaktaufnahme aufgeben

7) Wie lauten die genauen Materialbezeichnungen (für Bestellung) aus der Materialliste für die, mit den folgenden Symbolen bezeichneten Materialien:
<) = REINKE=>Winkelprofil
[]/ = REINKE=> Flachprofil
O/ = REINKE=>Rundprofil
ohne Symbol = REINKE=>Platte/ Blech

In den Bauplänen gibt es zwei Varianten zum Achterschiff. Einmal das Original und einmal das dringend empfohlene alternativ Achterschiff. Mir gefällt das Original besser. Was mich jedoch etwas nervös macht ist das dringend empfohlen“ Welche dringenden Gründe gibt es den die Alternative zu wählen ? Sind es statische Gründe, ist das Original weniger stabil ?
=> REINKE: die "Alternative" wurde von meinem Vater dringend empfohlen, während ich die Standard- Version bevorzuge. Ist Ihre persönliche Entscheidung

In den Plänen findet man ein Zeichen, dass einen geschlossenen Winkel mit Strich zeigt. Etwa so: --<)-- . Ist dies ein Schweißzeichen für eine Stumpfnaht ( V-Naht) ?
=> REINKE: korrekt (ist nicht ganz DIN-konform)

Die Schweißverbindung zwischen den Bodenwrangen und den Spanten ist auf Seite 201 im Buch Yacht Bau beschrieben, ich bin mir jedoch nicht ganz sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Wird erst die überstehende Spantform aus der Bodenwrange ausgeschnitten und dann Spant und Bodenwrange miteinander verschweißt sodass sich beides in einer Linie befindet ?
=> REINKE: korrekt

Ich habe erst in AutoCad Spant und Bodenwrange an dieser Stelle überlappend gezeichnet, so wie ich es auf den Photos im Buch gesehen habe, dann ragt jedoch die Bodenwrange in die Beplattung und es passt nicht.

In der Zeichnung Schnitte Spt. 6/7,10/11 u. 11 ist zusätzlich der Spant 8 mit der entsprechenden Bodenwrange enthalten. In dieser Zeichnung ist der untere Flansch mit einem Flachprofil von 50-4[5] angegeben. In der Zeichnung Bauplan interpretiere ich ebenfalls eine Angabe für diesen Flansch, allerdings mit 40x4[5]. Wo liegt der Fehler?
=> REINKE: diesmal Zeichnungsfehler. Flach 40 mm reicht, ist nur Fußbodenauflage

In der Zeichnung Vorstag Beschläge findet man ein Zeichen, dass ein X in Klammern zeigt, etwa so: (X). Was bedeutet dies ? Ich vermute mal, dass es ein Schweißzeichen ist, aber für welche besondere Schweißung ?
=> REINKE: X- Naht (doppelseitige V- naht)

Für den Vorsteven ist ein Flachprofil mit 80 x 8 angegeben. Soweit ich das bis jetzt übersehen kann ist dies das einzige Bauteil welches bei Stahlbauweise und bei Alubauweise die gleiche Materialstärke aufweist. Ist die Materialstärke auch für Alu. korrekt ?
=> REINKE: 8 mm ist korrekt, sonst passt Strak nicht

Ich möchte Sumpftöpfe für die Bilge installieren, auf jeder Seite in den jeweiligen Asy-Kielen einen (wie im Buch AY2, Seite 150 beschrieben). Dafür muss ich aber zwei entsprechende Öffnungen in die Kielplatte schneiden was dann eine Schwächung der Kielplatte zur Folge hätte. Ich nehme an, dass diese dann um die Öffnungen verstärkt werden muss. Muss sie an den Stellen verstärkt werden ? Wenn ja, wie ?
=> REINKE: ist ausreichend verstärkt durch untergeschweißten Sumpftopf

Im Buch AY2 Seite 194 ist der Stauschwanz für das Ruder beschrieben um die Rückwertsfahreigenschaften zu verbessern. Ich habe in der Mai/Juni Ausgabe der Zeitschrift Palstek auf Seite 120 einen Kommentar eines Experten gefunden, der die Vergrößerung des Ruders nach hinten als keine geeignete Maßnahme zur Verbesserung der Rückwertsfahreigenschaften ansieht. Dieser Artikel bezieht sich auf eine Anfrage eines Lesers zu einer Nordwind 32.
Meine Frage: Hilft ein Stauschwanz nun oder nicht ?
Gibt es vielleicht neuere Empfehlungen zum Bau der Ruderanlage ?
=> REINKE: Hierzu Auszug aus unserem Rundschreiben 02 (bitte lesen!)Ruder- Stauschwanz: Der in AY2/ S. 195 beschriebene Ruder- Stauschwanz erhöht erfahrungsgemäß die Manövrierfähigkeit rückwärts oder langsam unter Maschine. Dies macht sich sicher gerade bei 10M und EURO mit Außenbordern positiv bemerkbar.
Aber keine Rose ohne Dornen: durch die Verlängerung (80 mm Flachprofil an Hinterkante Ruderblatt) erhöht sich das Rudermoment und damit der Ruderdruck unter Segeln, rückwärts unter Maschine wird die Ruderkraft noch größer.
So hat 10M- Bauer Mühle (siehe Tipps im schwarzen Brett) den Stauschwanz entfernt, so dass sein Schiff nun in jeder Situation ausgewogen zu steuern ist.
Deshalb unsere Empfehlung: Stauschwanz erst nachrüsten, wenn wirklich Manövrierprobleme bestehen.

Im Rundschreiben HD 93 wird die Erlaubnis gegeben die Alu-Rümpfe mit bis zu 20% mehr Blei zu befüllen um das Seeverhalten und die Kentersicherheit zu verbessern. Für den Super 11 ist in den Konstruktionsplänen für Alu Rümpfe gegenüber Stahlrümpfe bereits ein um 20 % höherer Bleiballast vorgesehen (1,9 t zu 1,58 t, je ASY-Kiel). Sind dies die oben erlaubten 20% mehr Blei oder kann ich zu den 2 x 1,9 t weitere 2 x 0,38 t Blei hinzu nehmen ?
=> REINKE: 1,9 t sind die erst erlaubten, dann verbindlichen zusätzlichen 20 %!

Für den Super 11 ist eine Pinnensteuerung vorgesehen, diese würde ich gerne durch eine Steuersäule ersetzen. Muss ich für die Steuersäule den Boden des Cockpits verstärken oder sind andere Dinge zu beachten ? Ich habe mir auf der boot in Dü. ein entsprechendes System bei der Fa. Kohlhoff angesehen.
=> REINKE: Verstärkung sollte nicht erforderlich sein, wenn die Kanten der Steuersäule in der Nähe von Steifen oder Knicken angeordnet sind. Sonstiges nach Herstellerangabe.
Ruderschaft weiter bis oben durchführen!
Wenn Koker für Hydrant unterbrochen wird: freie Enden sicher aussteifen mit Knien gegen Cockpit-Rückwand.
Koker so weit nach oben führen wie möglich. sonst Wassereinbruch bei Heckwelle über Koker möglich

In der Zeichnung Bauplan ist bei Spant 0 das Kokerrohr für das Ruder eingezeichnet. Über dem Kokerrohr verweisen zwei Bemassungen mit jeweils 200 mm auf Bauteile vor und hinter dem Kokerrohr. Die vordere bezieht sich auf das Schott 200/300 und die hintere ? Ist dort noch ein Zwischenspant ?
=> REINKE: ja, die strichpunktierte Linie

Ich möchte in der Plicht einige scharfkantige Ecken abrunden um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Ich habe mir überlegt genau an den entsprechenden Kanten Rundprofile bzw. Rohre einzuschweißen. Des Weiteren möchte ich diese Rundprofile bzw. Rohre auch an dem Deckel der Backskiste anbringen. Ich habe auf der Internetseite des Aluminium-Lieferanten Fa. Amco in der Lagerliste nachgesehen und musste feststellen, dass es die von mir gewünschten Rundprofile und Rohre nicht in den entsprechenden Abmessungen / Radien in Al Mg 4,5 Mn gibt jedoch in Al Mg Si 1 . Das letztgenannte ist ja auch im Innenraum für Profile zugelassen. Gibt es später ein Korrosionsproblem wenn ich im Außenbereich (in der Plicht) die beiden Aluminiumsorten zusammen einsetze und miteinander verschweiße ?
Nachdem ich bei Fa. AMCO nicht fündig geworden bin habe ich versucht im Internet noch einen alternativen Aluminium-Lieferanten der Al Mg 4,5 Mn Profile und Rohre liefern kann zu ermitteln. Gefunden habe ich nur einige Wenige die noch entsprechende Platten angeboten haben jedoch keinen der entsprechende Profile anbietet. Haben sie noch eine alternative Adresse ?
=> Profile in AlMg4,5Mn sind zwar wünschenswert, aber, wie Sie schon festgestellt haben, kaum zu bekommen. Üblicherweise werden daher AlMg4,5Mn- Platten mit AlMgSi1- Profilen auch im Werftbereich kombiniert. Probleme daraus sind mir nicht bekannt, ebenso wenig wie alternative Lieferanten.

ich möchte mich heute, bevor ich die nach ca. 2 Jahren beruflich bedingter schiffbaulicher Untätigkeit nunmehr endlich bleibefüllten Kiele an meine S11 anschweiße, nochmals des vorgesehenen Füllgewichtes versichern. Im Plan sind diesbezüglich für die S11 in Alu mit Twinkielen 1,58 Tonnen pro Kiel mit einer Zugabe von 20% , also 1,9 Tonnen pro Kiel vorgesehen. Im HD Rundschreiben 91/Seite 2 hatte Ihr Vater bis maximal 20% mehr Blei für alle ALU-Typyachten empfohlen und dies jedoch im Rundschreiben 95/Seite 2 wieder auf 10% reduziert. Bedeutet dies dass ich zusätzlich zu den in den Plänen empfohlenen Ballast von 1,9 Tonnen nochmals 10% addieren soll? Oder soll - wie ich bisher angenommen habe - der im Plan angegebene Ballast im lediglich um 10% auf 1,7 Tonnen angehoben werden. Ich habe die Kiele bislang mit je 1,7 Tonnen aufgefüllt.
=> Ballast bitte nach Bauplänen mit je 1,9t

Lt. Plänen soll der erhöhte Salon-Boden auf einem Holz-4Kant abgestützt werden. Ich würde hier gerne den Rahmen und Stütze aus ALU fertigen (weil noch als Rest vorhanden), ebenso wie die Auflagen für die Sitzbänke. Muss ich - ich habe leider wenig Erfahrung mit Holzarbeiten - hier bei der Befestigung des Holzes an diesem Rahmen spezielle Vorkehrungen hinsichtlich der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten treffen? Wenn ja, welche?
=> keine Einwände, M.E. auch keine besonderen Vorkehrungen erforderlich. Loch im holz etwas größer Bohren kann nichts schaden (0,5 -1 mm)

In den Plänen sind keine Dimensionierungen der Schienen und Winschen angegeben, ich möchte jedoch bereits entsprechende Verstärkungen für die Winschenfundamente in den Rumpf schweißen und würde mich freuen wenn Sie mich hier in Bezug auf Größe (und Fabrikat?) der Winsch beraten könnten.
=> bei mir persönlich bewährt ist Lewmar, auch Andersen soll sehr gut sein- hatte mein Vater. Beide bei SVB. Dort im Katalog auch Dimensionierungsvorschläge

Als Travellerschiene für Großschot und Baumfock möchte ich diejenigen von Pfeifer Marine Größe 3 (max. Dauerbelastung 2000kg/Schrauben 8mm) verwenden. Diese sind sicherlich ausreichend dimensioniert.
Reicht evtl. die Größe 2 (max. 1000kg/6mmSchrauben) auch aus? (Die wären deutlich preiswerter.)
=> die Schiene 2 wäre wohl fest genug, da vollflächig verschraubt. Hätte aber doch Bedenken bei den Travellern, diese (vor allem die Rollen) werden den Lasten wohl nicht zu lange standhalten

Leider bekomme ich den Dieseltank nicht 100 %ig dicht. Ich möchte nun einen Fertigtank in den schiffsbaulichen Dieseltank einsetzen. Kann ich im Hinblick auf die Statik hierzu die gesamte Tankoberseite mitsamt der eingeschweißten Laschen entfernen und anstelle der oberen Tankwand eine Flachstange seitlich an der Tankoberkante als Flansch anschweißen wobei ich die innen entfernten Laschen natürlich außen anschweißen würde (so dass diesbezüglich alle Laschen in ihrer vorgesehenen Position aber eben außerhalb des Tankinnenraumes platziert wären)?
=> keine Einwände, solange nicht der Mittellängsträger und Spant 4/5 geändert werden.

Eine letzte Frage habe ich bzgl. der Borddurchführungen und Seeventile. Hier werden häufig Marelon Kugelhähne und Borddurchführungen angeboten. Ich bin hier jedoch kein Freund von Kunststoffen und suche nach Alternativen.
Die Borddurchführung selbst möchte ich aus ALU Rund(rohr)material anfertigen und zöllige Gewinde einschneiden. Das ist sicherlich kein Problem. Ist hier bei Rumpfmaterial AlMg4,5 Mn und evtl. eingeschweißtem Durchlass aus AlMgSi1 im Seewasser (Dauerkontakt) mit einer nennenswerten galvanischen Korrosion zu rechnen oder kann ich diese vernachlässigen?
=> keine Korrosion zu erwarten.

Die Industrie preist Marelon- Kugelhähne als frostbeständig ohne Wasseraufnahme an. Wie lange ist der Kunststoff haltbar, in welchen Intervallen müssen die Hähne getauscht werden?
=> unbekannt, uns sind keine getauschten Hähne bekannt. Bekannt ist aber die Schwergängigkeit der Ventile, die mit den Jahren zunimmt

Zusatzfrage: Können Sie mir hier Alternativen aufzeigen?
=> leider nein

Zusatzfrage: Nachgedacht habe ich diesbezüglich auch über folgende (billigere) Alternative: Durchführung aus Marelon (gleiche Bedenken wie oben), Hähne aus Messing (Reicht hier der Abstand durch Marelon- Durchführung zum Rumpf aus um Korrosion zu vermeiden?)
=> NEIN, auf keine Fall Messing- Ventile!

Noch eine Frage zur Einbaurichtung der Batterien. Für die Bordstromversorgung möchte ich ein Bleigelakku einsetzen, hier ist die Lage - so denkeich - irrelevant.
=> REINKE: stimmt

Als Starterbatterie möchte ich aber aus Kostengründen eine Konventionelle Säurebatterie einsetzen. Hier würde ich die Batterie vorzugsweise quer zur Längsachse einsetzen um die Platten auch bei Lage optimal zu benetzen. Würden Sie meinem Gedankengang hier zustimmen oder gibt es andere Argumente?
=> REINKE: ist m.E. korrekt

Ich möchte ggf. noch ein Bugstrahlruder einbauen. Eine optimale Hebelwirkung wäre wohl bei einer möglichst weit bugwärtigen Montage gegeben wobei mich aber das hohe Gewicht stört. Kann ich mich hier an die Vorschläge von Vetus halten (minimal 15 cm unter CWL und möglichst weit vorne, das wäre also unmittelbar vor Wrange 11 gelegen und somit auch i.H. auf den Ausbau bei verkleinertem Kettenkasten möglich) oder haben Sie andere Vorschläge?
=> REINKE: hört sich realistisch an

Die angebotenen ALU-Rohre von Vetus erscheinen mir sehr dünnwandig.Irgendwann habe ich einmal gelesen dass eingeschweißte Rohre laut GL mindestens der Wanddicke des Rumpfes entsprechen müssen! Ist dies korrekt?
=> REINKE: Hierzu Auszug aus Rundschreiben 01: "Bugstrahlruder: 13M- Bauer Hirschmann bestellte ein Rheinstrom- Bugstrahlruder, weil Antrieb und Propeller aus Alu besser im Aluschiff sind. Er bekam ein Bugstrahlrohr aus AlMg 3 mit 3,5 mm Wandung! Nach GL gibt es zwar keine Vorschriften für Bugstrahlrohre, aber zumindest die Außenhaut- Mindestdicke muss eingehalten werden- und die beträgt bei AlMg3 für den 13M (Längenabhängig) schon 4,7 mm. Unsere Empfehlung: Rohrdicke = Außendicke + ca. 30% Sicherheitszuschlag, da Farbabtrag.- und korrosionsgefährdeter Bereich. Bitte bei Bugstrahlruderkauf beachten. "

Zusatzfrage: Die exakte Wanddicke der Vetus-Rohre muss ich noch erfragen bin aber eher geneigt ein Rohr mit 10mm Wandstärke bei AMCO zu ordern. Haben Sie Vorschläge zur Gestaltung des Rohreinlasses? (hat wohl großen Einfluss auf den resultierenden Fahrtwiderstand)
=> REINKE: strömungsmäßig optimal wäre eingelassene "Muschel" am hinteren Rohrende, aber schwierig zu bauen. Leichter und auch noch wirksam ist eine aufgesetzte "Muschel" am vorderen Ende. Lässt sich wohl am einfachsten mit Spachtel "modellieren".

Ist der negative Einfluss des Bugstrahlruderrohres auf die Segel/Fahrteigenschaften in der Praxis (Fahrtensegeln, keine Regatten!!) so relevant dass sie mir vom Einbau eines Bugstrahlruders abraten würden?
=> REINKE: kann mir 0,5 - kn Verlust vorstellen: Ist Ihre persönliche Entscheidung

Ich möchte die Lenzleitungen ( 1 Zoll Innendurchmesser) durch entsprechende Bohrungen jeweils in Wrange 3/4 sowie im Längsträger im Bereich 5-5/6 führen. (wäre schön da damit die Ansaugstutzen sicher plan auf dem Schiffsboden liegen würden) Ist das aus statischer Sicht möglich?
=> REINKE: ja- nur nicht zu dicht unter oberem Gurt

Schotten und den Innenausbau auch an die Spanten mit z.B.Sikaflex kleben anstatt zu Bolzen?
=> Reine Verklebung nicht für ausreichend sicher für tragenden Bauteile wie Schotten. Verschraubung könnte höchstens reduziert werden. Untergeordnete Bauteile können auch mit Sika eingesetzt werden.

Holzverbindungen z.B. der Staukästen zu verschrauben und zu leimen oder reicht eine Verschraubung?
=> Verschraubung i.A. ausreichend. Wenn Feuchtigkeit : Verleimung als Rottschutz sinnvoll

Wellendichtung eine PSS –Gleitringdichtung?
=> unbekannt, kenne keine Vetus- Gleitringdichtung. Gleitringdichtungen konventioneller Art mit Gummibalg sind durchaus problematisch und NICHT mehr unbedingt empfehlenswert

Mit der Wahl des Wärmedämmmaterials bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen. Die Schaum-Dämmplatten von L. sind mir zu teuer. Herr L. ein Mensch, der gerade eine 10M ausbaut verwendet Steinwolle. Meine Frage ist Steinwolle für Deck und Seitenisolierung OK? Was ist ggf. besonders zu beachten oder ist Steinwolle oder Glaswolle ungeeignet?
=> Glas + Steinwolle sind nicht mehr zeitgemäß, müssten Dampfsperre haben, kaum realisierbar. Gefahr von feuchter Isolierung. Dringend geschlossenzellige Isolierung empfohlen- siehe auch Homepage-Service-Aktuelles-Erfahrungen-Isolierung

Relingstützen möchte ich aus AlSi 1 oder aus ALMG4,5NM fertigen 25mm oder 30mm Durchmesser und ca. 80 cm. lang. Da ich kein Metallbauer bin frage ich mich wie dick muss das Rohr sein? ich dachte an 5mm oder ist das zu viel?
=> besser 25 mm massiv, fest eingeschweißt in Deck mit ca. 80 mm Einspannung

Die Ankerrolle für einen Bügelanker möchte Rehberger mit einer Ankerwippe machen. Ich halte nicht viel von beweglichen Teilen wenn vermeidbar. Das müsste doch auch mit nur einer einzigen Ankerrolle zu machen sein. Die Rolle sollte auch noch aus Kraftgründen einen sehr großen Durchmesser haben. Geht das wenn man am Bugspriet die Ankerrolle tiefer anbringt als im Plan? oder sind andere Lösungen besser?
=> sollten sie mit Zeichnung Ihres Wunsch- Ankers vorab ausprobieren auf Zeichnung, dann endgültige Ausführung am Besten mit dem richtigen Anker Vor Ort anpassen

Das Kutterstag werde ich an Spant 13 Fahren.
=> Widerspricht das nicht Ihrer bisherigen Planung NUR als Starkwindsegel? Dafür sollte das Kutterstag weiter nach hinten. In der Position Spant 13 ist es nur etwas kleiner als von uns vorgesehen und könnte/ sollte dann als Arbeitsfock verwendet werden. Für diesen Einsatz sollten Sie dann aber lieber auf die Original SC- Position bei Spant 14 gehen. Fragen Sie auch Ihren Segelmacher- z.B. Segelwerkstat Stade hat viel Erfahrungen mit unseren Schiffen und auch mit Alternativ- Segelaufteilungen.

Als Anker-Abschlepp-Festmacher-Poller hatte ich vor ein ca. 12 cm dickes Rohr von ca. 1 cm Wandstärke zu nehmen, in Längsrichtung die Stangen einzuschweißen, das ganze auf dem Vorschiff im Bereich des original Püttings für das Kutterstag.
=> klingt machbar- aber Kommentar zu Kutterstag beachten. Beachten: als Schlepppoller mittschiffs würde Ihre Schleppleine dauernd am Vorstag scheuern

Kann ich die Blindhölzer eigentlich auch mit Blechtreibschrauben anschrauben? Wenn ja aus welchem Material und welcher Stärke sollten diese dann sein?
=>Für die Anbringung von normal schweren Bauteilen in trockenen Bereichen wüsste ich keine einwände gegen Blechschrauben in Niro A4. Größe je nach Abstand und Belastung, i.A. würde ich wohl D 6,3 mm wählen. Für schwere und wichtige Bauteile besser durchbolzen.

Ich fahre am Mittwoch zum Herrn Rehberger um meinen Rupf "S11" zu isolieren. Da wird die letzte Möglichkeit sein Halterungen für Opferanoden anzuschweißen. Bitte verraten Sie mir wie und wo am geeignetsten Halterungen anzuschweißen sind.
=>Normalerweise reicht eine Zink- Anode über dem Propellerbereich

am letzten Wochenende bekam ich einen großen Schreck. Ich wurde von meinem Freund auf dem Boot besucht. Mein Freund ging auf dem Boot umher und ich arbeitete im Rumpf. Im Rumpf konnte ich beobachten wo mein Freund auf dem Deck herging. da sich ganz leicht das Deck eindrückte. Hierauf aufmerksam geworden bat ich meinen Freund doch mal in den Knien zu federn. Dabei bewegte sich das Deck an der Stelle von unten im Boot gut sichtbar. Aber auch die Decksbalken bewegten sich minimal. So gingen wir das gesamte Deck und Dach vom Deckshaus ab. Überall gibt das Deck leicht nach. Am Dienstag Abend fuhr ich erneut mit meinem Freund zum Boot.Wir traten erneut mit flauem Gefühl aufs Deck. Messen der nachgebenden Strecke war uns leider nicht möglich.Aber die Längsverstärkungen verwunden sich etwas und die Decksbalken arbeiten auch etwas.Allerdings sind die Decksbalken 50x50x6 mm. So habe ich mich dann etwas selber beruhigt. Denn wenn sich selbst diese Decksbalken bewegen, so kann das bei den Längs-Verstärkungen auch normal sein.
Nun meine Frage:
Ist es normal, dass sich das Deck bei Belastung etwas bewegt? Bitte sagen Sie mir ob ich die Flöhe habe husten hören oder ist an meiner 1. Meinung das dass Deck nicht Steif genug ist etwas dran?
=> Ich kann sie beruhigen: eine leichte Bewegung ist tatsächlich völlig normal und harmlos.
Also kein Grund zur Panik. Außerdem wird sich dies beim Ausbau noch reduzieren, wenn erst die Schotten eingebaut sind und das deck zusätzlich versteifen.

echte Kuttertakelung ohne Backstagen , gepfeilte Saling?
=> von Kuttertakelung abgeraten: schwierig zu trimmen, Arbeitssegel zu klein.

Um Stehhöhe vor Salon zu erreichen, die Bodenwrangen 7 bis 8/9 um je 50mm flacher bauen?
=> raten ab: bei Grundberührungen Kräfte in geschwächte Struktur Falls trotzdem : min. gleiches Widerstandsmoment wie Original

Rollanlagen :Bugspriet etwas schmal wird. um ca 50mm pro Seite verbreitern ?
=> Notfalls ja- dann aber nur vorne. Einlauf hinten lassen, sonst zu wuchtig

AlMgSi 1 als Material für die Spanten schlecht zu beschaffen .Qualität Si 0,5 innen?
=>AlMgSi o,5 weniger seewasserbeständig als Si1- innen nicht soo tragisch ist. Wenn 0,2%- Streckgrenze unterschiedlich, Profile im gleichen Verhältnis stärker (bezogen aufs Widerstandsmoment) wählen

Spanten, z.B. 11,12, 9 im Vorschiff mit dem offenen Winkel nach Achtern eingezeichnet. Sinn? für die Wegerung besser, wenn der Spant immer zur jeweils schmaleren Seite des Rumpf zeigt,
=> Schiffbau- Standard: wenn der Winkel nach vorne schlagen würde, ist der Zugang zum schweißen durch die nach vorne zulaufenden Außenhaut behindert und Konservierung erschwert

Platzierung des Stevenrohrs.Zeichnungen Motor-Versatz von 100mm zur Mittschiffslinie. Reicht es nicht, den Versatz so zu planen, dass die Welle anschließend knapp an dem Koker vorbeigeht( = halber Kokerdurchmesser + halber Wellendurchmesser +10 mm)?
=> die 100 Versatz sind ein angenäherter Erfahrungswert, eben um besseren Geradeauslauf zu erreichen. Sollte mit 60 mm aber nicht so sehr unterschiedlich sein

alle schiffbaulichen Luken sind bündig in das Deck eingelassen.
=> Bei bündig ins Deck eingelassenen Luken auf Entwässerungsmöglichkeit auch bei Lage der "Kanäle" neben den Lukendichtungen achten, sonst sind Leckagen vorprogrammiert.

ich bin bei meiner S11 gerade mitten im Innenausbau und beschäftige mich derzeit mit der Heizung ( Webasto Warmwasserheizung) .Wenn ich das Gerät an den Strom anschließe, habe ich über die Halterung den Minuspol der Batterie am Rumpf anliegen, das Gerät ist also nicht massefrei. Die Heizung selber könnte ich sehr einfach isoliert einbauen, so dass diese Masseverbindung vermieden wird, dann habe ich allerdings ein Problem mit dem Auspuffschlauch. Der Auspuffschlauch besteht aus Edelstahl und wird auf einen eingeschweißten Stutzen im Achterschiff nach außen geführt. Auch da habe ich dann eine leitende Verbindung zwischen Batteriemasse , Heizgerät und Rumpf. Meine Frage: soll ich diese Verbindung strikt vermeiden oder kann ich mir den erheblichen Aufwand für einen zusätzlich elektrisch isolierten Auspuff schenken?
=>Der Motor muss (bei einpoliger Verlegung) sowieso mit dickem Kabel am Rumpf geerdet werden, somit sind auch alle anderen Geräte am Rumpf geerdet und Ihr Problem ist keines mehr. Lediglich die Welle muss isoliert vom Motor installiert werden

Bugkorb weiter nach vorne, nach vorne schräg und geschlossen
=> hiervon wird dringend abgeraten, betreten des Bootes von vorne, speziell von tiefer liegendem Steg ist dann kaum möglich.

Kettenkasten für 70 m Kette
=> die Kettenlänge ist ca. doppelt so lang wie nach GL empfohlen. Bitte Vorsicht bei Konzentration hoher Gewichte an den Enden- negativer Einfluss auf Geschwindigkeit und Seeverhalten, außerdem ev. Trimmprobleme.

Außenhautkühlung?
=> NICHT EMPFOHLEN, wenn nicht zwingende Gründe dafür sprechen. Ohne Erfahrung sind viele Probleme möglich- auch mit Erfahrung kommt es immer wieder zu Überhitzungsproblemen durch Lufttaschen, “Kurzschlüsse in Kreislauf uvm. Problematisch und laut dann auch die resultierende trockene Abgasanlage. Falls verschmutzte Kühlwassereinlässe befürchtet werden, ggf., 2 umschaltbare Seewasser- Filter einbauen.

Erhöhter Ballastanteil für Hochsee
=> im Standard liegt die S11 bereits im mittleren Bereich der Hochsee- Kentersicherheit (siehe Buch Yachtbau). Wenn sie nicht zusätzliche Toppgewichte zufügen und extreme Trans- Ocean- Fahrt betreiben wollen, ist das i.A. ausreichend.

wegen der hier in Tirol zu erwartenden Schwierigkeiten, für meine S 11 einen 14 m langen Mast anzuliefern, wegen meines Wunsches nach zugänglichen Fallen und Maststufen und der wohl besseren Anströmung des Großsegels überlege ich mir neben den anderen Möglichkeiten jetzt auch , mir Mast, Baum und Fockbaum in Niro -Gitterbauweise aufs Schiff zu stellen. Einen guten Schweißer habe ich. Das Formale würde mich nicht stören, fände es sogar gut. ...Ich weiß, dass Ihr Vater, Herr Kurt Reinke, sehr dagegen war, doch könnte es sein, dass Sie selbst bei näherem Überlegen zu einem anderen Urteilkommen. In diesem Fall würde ichs gern versuchen.
=> Ich war nicht immer einer Meinung mit meinem Vater, aber beim Gittermast waren wir uns einig. Die Gefahren durch Versagen oder Korrosion- auch bei Niro! von Schweißnähten bei der Vielzahl von Schweißungen ist viel zu groß. Die bessere Anströmung des Großsegels halte ich für ein Gerücht: Rundrohre haben ein vielfachen Luftwiderstand von Profilmasten, es dürfte sich in Lee des Gittermastes eine riesige Wirbelschleppe bilden. Wenn das nicht so wäre, wären sicher schon alle Regattayachten so ausgerüstet- gerade beim America's Cup wurden sicher schon alle Möglichkeiten untersucht. Wir raten dringenst vom Gittermast ab und behalten uns auch vor, ggf. keine Segelnummer zu erteilen. Wir glauben nicht, das der Transport von einem 14 m Mast selbst in Tirol irgendwelche Schwierigkeiten beinhaltet
Antwort: Danke schön, Herr Reinke, für die schnelle Antwort! Da werde ich mir den Gittermast wohl verkneifen.

Können Sie mir schreiben, mit welchem Fett man Delrin - Ruderlager schmieren darf? Und welches Fett für die Wellenanlage das beste ist?
=> Fett für Wellenanlage: normale Stevenrohrfett (Wasserfestes Calciumseifenfett bzw. Lithiumseifenfett Klasse 2 DIN 51818).
kann auch für die Delrin Ruderlager genommen werden. Dort bitte KEIN synthetisches Fett einsetzen, da negative Auswirkungen auf Kunststofflager nicht ausgeschlossen werden können.

...außerdem hätten wir gerne größere Tankkapazitäten eingebaut(wasser ca.800-1000 lit er,diesel 800 liter,wobei der platz zwischen den vorgesehenen 2x400 l-tanks für Batterien (3x2x6v gelbatt.zu je250 ah=750 ah bei 12v) vorgesehen wäre.
=> Einfachste Möglichkeit zur Erhöhung der Tankkapazitäten wäre wohl die Verbreiterung der Tanks auf volle Bootsbreite, dabei Unterteilung in min. je 2 Tanks oder die Seitentanks als sep. Zusatztanks nur bei Bedarf- denn die See- und Segeleigenschaften leiden natürlich unter de Zusatzgewicht.
Falls sie den Rumpf bauen lassen wollen, haben die Rumpfhersteller sicher auch Vorschläge über schon durchgeführte Änderungen.
Bezüglich Ihrer Batterien wundere ich mich, dass Sie 6V- Batterien einsetzen wollen. Dies dürfte aus Kosten, Gewichts- und Ersatz-Versorgungsgründen keinen Sinn machen, außen wenn Sie diese (fast) umsonst bekommen.

in den plänen (super 11 )wird als rumpf- isoliermaterial styropor angegeben,auf der homepage ist jedoch nur von trobloc die rede.da ein wesentlicher preisunterschied sowohl bei material als auch beim kleber besteht,bitte ich um nachricht ob,und wenn ja, was gegen die verwendung von styropor(probleme,erfahrungen,etc.sowohl kurz- als auch langfristig ) spricht.
=> REINKE: Styropor soll teilweise langfristig anfangen zu "müffeln", außerdem ist Trobloc flexibler in Rundungen zu verlegen und gut mit PU oder MS-Polymer- Kleber/ Dichtmasse zu befestigen (Kontaktkleber nicht empfohlen)

wenn man den luftraum der beiden kiele (welche ja dicht an den rumpf geschweisst sind)oben und mittig(knapp oberhalb der bleioberfläche)durch bohrungen mit dem aussenwasser verbindet,
-wäre dies trimmneutral
-würde das (dann nicht mehr vorhandene)luftvolumen dem aufrichtenden moment des ballasts nicht mehr entgegenwirken (wenn auch an einem geringeren hebelsarm)
-würde im extremfall(schiff liegt "flach auf der backe")der luvseitige kiel heraustauchen und mit der wasserfüllung zum aufrichtenden ballastmoment beitragen.
ein unkontrollierter bewuchs ist innen nicht zu erwartem, da der lichteinfall völlig fehlt.freilich liegt dann blei u. alu im seewasser(elektrolytische korrosion?)wenn kein trennblech(wie bei mittelkielvariante)dicht eingeschweisst ist.beim herausheben laufen beide kiele leer.was halten sie davon? (von ruderskegkonstruktionen ist mir eine solche lösung schon untergekommen.
=> REINKE: NICHT zu empfehlen: Bootsgewicht erhöht sich unnötig um einige Hundert Kilo.
Außerdem unkontrollierbare langfristige Elektrolysegefahr zwischen Blei und Alu, ggf. auch Spaltkorrosion

in den konstruktionszeichnungen super 11 motorenfundament u. wellenanlage 1 wird für daswellenmaterial(alu-bau) nur niro 4577 oder monel genannt mot.fund.u. wellenanlage 2 jedoch dasselbe material durchgestrichen.frage:ist statt 4577(mir unbekannt) eventuell 4571 gemeint bzw.welches material ist bestgeeignet(seewasser-undelektrolytkorrosion,spaltkorrosion,lochfrass,etc.)
=>4577 hat nach Tabelle ähnliche eigenschaften wie 4571, ist aber nicht üblich und auch mir nicht geläufig.4571 ist ok als Welle

mit der fa. H... scheint sich die für mich beste Riggvariante als 2-salingrigg mit Rollgenua und roll-selbstwendefock herauszustellen,wobei die sw-fock rumpfseitig am treckerbeschlag u.mastseitig ca. 1 m über der 2. saling angreift.(fläche ca. 20-25 qm) dazu wäre die optimale position des fockschottravellers querschiffs an der oberen vorderkante des salonaufbaus unmittelbar vor dem mast (zwischen spt. 6/7 und spt. 7). ist dies von der krafteinleitung in den rumpf her möglich bzw was müsste dabei noch bedacht/vorgesehen werden?
=> S-Fock- Schiene mittig an Mastfuß und seitlich auf AN DECK befestigten Bügeln lagern, NICHT auf Deckshaus.
Empfehlung: S-Fock auf Original- Vorstag wie Baumfock, Fock sonst viel zu klein (ca. 10-12 qm fehlen!)und nur bei Starkwind nutzbar. Bei Mittelwind fehlt dann eine angemessenes Am- Wind- Segel

bezüglich der materialpaarung niro-alu an der verbindung wanten bzw.stage (niro-spanner) zu rumpf (alu) könnte es speziell unten (wegen häufigem vorhandensein von seewasser),aber auch oben(weniger,aber doch)zu galvanischer korrosion kommen.gibt es hiezu erfahrungen bzw. was meinen sie dazu? ich überlege ,unten(eventuell auch oben)die rüsteisenbohrungen mit pom auszubuchsen um diese elektr. zu isolieren,was jedoch grössere bohrungsdurchmesser u. damit grössere grössere rüsteisendimension (aus festigkeitsgründen) zur folge hätte.können sie mir hiezu einen rat geben und wenn erforderlich die abmessungen u. das material entsprechender pom-buchsen bekanntgeben?
=> Buchsen nicht üblich und erforderlich, Druckfestigkeit der Buchsen wohl auch nicht ausreichend. Bei Bedenken ggf. Spannerbolzen mit Duralac Isolierpaste einsetzen


Mittlerweile bin ich bei Spant(Schott)3 angelangt.
Hier stellen sich mir ein paar Fragen um deren Beantwortung ich Sie bitte. 1. Zeichnung "Schnitte Spt.3 u.5 und "Alternative Achterschiff"
a)Blechstärken im Bodenwrangenbereich einmal 6mm in der Alternative mit 5mm angegeben.
Welche Stärke ist erforderlich?
=> REINKE: 3[5] ist ausreichend

b) Im Trennbereich von 5 auf 6mm ist ein zum Hinterschiff zeigendes Flachprofil 60 x 5 eingezeichnet. Wie ist das gemeint und welche Bedeutung hat dieses Flachprofil?

=> REINKE: Gurt für Schott und Kojenauflage

c) Im Schnitt Spt 3 u. 5 wird auf die Zeichnung Alternativ-Achterschiff verwiesen. Hier ist der Ausschnitt für den Motorkasten erheblich größer, was auch zu begrüßen ist, jedoch ist der Motor außermittig eingezeichnet. Wie ist das zu verstehen?
=> REINKE: Motor außermittig vermindert Radeffekt und erlaubt Ausbau der Welle ohne Ruderausbau, kostet aber mehr Platz

Spant 6 bis 14. Wie ist die Decksbalkenbucht konstruiert, wie finde ich die Rundung?
=> REINKE: Balkenbucht durchgehend gleich wie hinten im Spantenriss gezeigt

Spant6/7: gibt es für den Bereich Maststütze/Mastfußplatte eine detailliertere Zeichnung?
=> REINKE: wie in "Schnitte 6/7..." dargestellt. Größe gemäß Ihrem Mastfuß. Ggf. Ihren Rigger fragen.

Noch eine Frage zum Spant X/Spiegel: Gibt es hier eine detaillierte Zeichnung, vielleicht eine Ansicht von achtern?
=> REINKE: nicht erforderlich, Bauplan zeigt alle Angaben


12/13M:

30-10-08: An den Püttings treten immer wieder elektrochemische Korrosionen durch die Edelstahlbolzen von den Tongels auf.gibt es da Neuerungen, die ich einbauen könnte (Hülsen oder sonstiges)?

=> REINKE: Die Bolzen könntest du in Korrex- Isolierhülsen (von Dubo- Schweitzer, Adresse auf unserer Homepage) einsetzen. Dafür müsste die Bohrung im Pütting, wenn überhaupt, nur gering größer aufgebohrt werden.
Wenn du die Hülse dann stramm im Pütting mit Dichtmasse einsetzt, reduziert sich auch die Möglichkeit von Spaltkorrosion zwischen Hülse und Pütting.
Datenblatt aus dem Internet (Z:b: von Reyher)

wo in etwa liegt bei einer 12 M mit normalem Kiel die Wasserlinie bzw wie kann ich das feststellen?
=> REINKE: die CWL in unseren Bauplänen bezieht sich immer auf die KONSTRUKTIVE VERDRÄNGUNG, in den Bauplänen oder Infoplänen zu finden.
Bei Ihrer 12M wären das 11,7 t.
Bei abweichenden Gewichten rechnen Sie überschläglich:

Mehr/Minderverdrängung (dm³)
---------------------------------= Mehr/ Mindertiefgang (dm)
Fläche der CWL (dm²)

Mehr/Minderverdrängung (dm³)= Mehr/Mindergewicht (kg) x 1,025 (Dichte Meerwasser)

Wir würden Sie bitten uns die Anschrift des Herstellers der Kunststoff-Ruderlager(modifiziertes Polyozetal) mit zu teilen
=> REINKE 1-8: gängiges Ruderlagermaterial heutzutage ist z.B. Polyäthylen, hochmolekular (ND PE), z.B. Supralen RCH 1000.
Erhalten Sie im örtlichen Technischen Großhandel, Anfertigung durch lokale Dreher.
Oft können auch Propellerlieferanten liefern und drehen (z.B. evtl. Bukh- Diesel)

Ich habe 3 Fragen zur Ausrüstung einer 13M aus Stahl, Segelfertig und Vollgetankt etwa 16-18t schwer:
1. Welche Winschgrößen sind vom Konstrukteur vorgesehen? Alle Fallen sollen dabei nach Möglichkeit ins Cockpit geführt werden, so daß keiner beim Reffen oder Sturmsegelsetzen an den Mast muss.
=>REINKE: keine Vorgaben von uns. Bitte orientieren sie sich an den angaben der Hersteller (z.B. im SVB- Katalog)

2. Soll/kann die Großschot noch über eine Talje (6:1, 8:1) gefahren werden oder wird sie auf eine eigene Winsch bzw. über Baum und Mast auf die Fallwinsch geführt? Ein Traveler ist vorgesehen.
=>REINKE: Talje 8:1 sollte reichen, ist aber Geschmackssache und sollten sie lieber von der Zugänglichkeit abhängig machen. Z.B. Schot auf Fallwinsch vorne und Traveller hinten zu bedienen ist unpraktisch.

3. Wie groß ist die Segelfläche für einen Rifter, Blister oder Spi und welche Winschgröße dafür benötigt?
=>REINKE: Blister bietet Segelwerkstatt Stade mit 125 qm an, Genua mit 65. Weitere Empfehlungen im Servicebereich unserer Homepage unter "Aktuelles". Winschen nach Herstellerangabe

Zum Bauforschritt gibt es im Moment nichts zu schreiben, da es zu kalt ist um am Schiff zu arbeiten. Meine Tätigkeit beschränkt sich im Moment auf Vorbereitung und Planung. Zur Zeit Tüfftel ich an einem System, den 30kg Bügelanker sicher am Bugsprit zu fahren.
=>REINKE: es gibt jetzt einen Bügelanker mit Knick im Stiel zum einfacheren Stauen, getestet in einer der letzten YACHTen. Allerdings nicht so gut wie das Original

- Wie gross ist der Freischlag des Propellers (Vetus 3-Blatt 19"x13") zu bemessen. Ich brauche diese Information, da ich die Welle entsprechend Kürzen möchte.
=> REINKE: Propeller- Freischlag sollte generell nicht 15% des Propellerdurchmessers liegen, besser die ca. 100 mm wie in der Zeichnung. Je weniger, desto mehr Geräusche und Vibrationen werden ins Boot geleitet.
Aber warum wollen Sie die Welle kürzen? Der Wellenbock endet dann nicht mehr auf dem Spant 1, sondern im weichen Blechfeld, was für weitere Vibrationen und sogar Schäden führen könnte.

- Ich möchte fertige Sommerfeld 8mm Teak Platten im Cockpit verlegen (Kleben). Empfehlen Sie das Deck vorher oder nachher zu streichen?
=> REINKE: M.E. ist eine Verklebung auf einem anstrich generell NICHT sinnvoll- hält dieser nicht, ist auch die Verklebung dahin. Sie sollten aber trotzdem nach den Empfehlungen des Lieferanten fragen

spantenriss 13m: spant-5 untere balkenbuchthöhe =200mm ergibt einen radius von ca.7790mm obere balkenbuchthöhe =120mm bei gleicher balkenbucht wie angegeben also gleichem radius ergibt sich aber eine untere balkenbuchthöhe von ca.90mm ,was sehe ich falsch?
=> REINKE: Verstehe Ihre Rechnung nicht ganz. Wahrscheinliches Problem: die Balkenbucht ist KEIN Radius, sondern einen Kurve, die entsprechend den drei Zwischenmassen a,b und c im Viertelkreis in der Bakenbucht ausgestrakt wird

ersuche um ihre meinung zu
1.,spannten aus blech kanten
vorteil:preis und leichtere verfügbarkeit von al mg 4,5 mn
nachteil:biegeradius von 8mm
=> REINKE: bitte Profile nehmen. Üblich und ok ist hierfür AlMgSi1. Gekantete Profile können nie ganz gerade sein- damit bauen sie sich Beulen ins Schiff

2.,yannmar 55ps saildrive für 13m
=> REINKE: Saildrive ist korrosionsanfällig, durch Ruderabstand schlechter zu manövrieren und potentiell gefährlicher durch Gummimembrane im Rumpf. Dafür leiser und problemloser im Einbau

zu meiner Reinke 13M benötige ich Infos. Möchte von Vetus die Pumpe HTP42 mit Rückschlagventil verwenden - Förderleistung 42cm³/Umdr. Welches Rudermoment muß der Zylinder aufweisen (Nm) ? Welchen Zylinderinhalt muß der zu verwendende Zylinder haben? Welche Länge benötigt der Zylinderkolben? Welche Länge muß der Helmstock haben?
=> REINKE:Für Auslegung des Ruderzylinders nutzen sie bitte die Berechnung im Vetus- Katalog. Für die dort errechneten Zylinder finden sie dann auch den Zylinderhub und die erforderliche Ruderpinnenlänge.
Für die 13M ergeben sich bei 8,2 kn Rumpfgrenzgeschwindigkeit min. 67 kgm, wofür wohl der Zylinder MTC 125 die richtige Wahl wäre.
Bitte bedenken Sie, dass sie bei Pumpe MIT Rückschlagventil überhaupt keine "Rückmeldung" vom Ruder über den Ruderdruck erhalten.

Der Bau meiner 13M neigt sich dem Ende (Geplante Wasserung Sommer 06). Als Vorbereitung für den Messebesuch auf der Interboot habe ich folgende Fragen:
- Faltpropeller für 13m (Rehberger Version) mit Nanni 65PS. Welches Produkt empfehlen Sie aufgrund Ihrer Erfahrung?
=> REINKE: z.B. eigene recht gute Erfahrungen mit Gori von Bukh

Kann die Propellergrösse und Steigung, die auf den Zeichnungen vermerkt ist übernommen werden, oder gibt es in dieser Hinsicht Neuerungen?
=> REINKE: max. Durchmesser aus Zeichnung nicht überschreiten- ansonsten Propellerdaten IMMER vom Lieferanten aktuell mit Ihren Schiffsdaten auslegen lassen!

- Opferanoden: Ausser der Opferanode auf der Propellerwelle habe ich keine Opferanoden vorgesehen, ist das OK?
=> REINKE: bitte hierzu Empfehlungen meines Vaters in ALTERNATIVER YACHTBAU 4, Seite 70 beachten: EINE Zinkanode am Rumpf über Propeller empfohlen

- Antifouling:Welcher Unterwasseranstrich können Sie empfehlen?
=> REINKE: richtig empfehlenswert ist z.Z. für Aluschiffe meines Wissens nichts. Einige Kundenhaben recht gute Erfahrungen mit Inversalu, unser Lieferant Höveling empfiehlt auch für Alu- Schiffe weiter das Rhumbeline-Antifouling auf Kupfer- Basis, allerdings mit "Kupfer- Plättchen " aus anorganischem Kupfer, wodurch die Elektrolysegefahr wesentlich geringer sein soll. Darunter natürlich als Schutz 300mü Höveling- Epoxi- Primer. Dieses Anstrichsystem wird auch auf Aluschiffen der Bundesmarine und der Wasserschutzpolizei verwendet.

- Segelnummer: Bei der Bestellung der Segel kann/muss? Ich eine Segelnummer angeben. Wozu ist die Segelnummer gut und wie bekomme ich eine?
=> REINKE: die Segelnummer weißt Ihr Schiff als registriertes REINKE- Schiff aus, hilft bei Behörden- Dokumenten und Wiederverkauf. Bekommen Sie gegen eine Kopie Ihres ausgefüllten und von Ihnen unterschriebenen Selbstbau-Typyacht- Zertifikates

15/16M:

13-1-08: Hallo Herr Reinke,
Ich wollte mal wieder was von unserem 16er (SONDERVERSION MIT BALANCERUDER) hören lassen, liegt jetzt auf Sardinien, direkt neben unserer alten "Briseis" jetzt "Brigo" (siehe Foto)
Wir sind sehr zufrieden mit dem Schiff und konnten es auch schon ausgiebig testen auf unserer Reise um Europa. Eines aber fällt auf, die"Kursstabilität" kann nicht mit der unserer Reinke 12S mithalten, das Schiff dreht sehr viel träger an (gut es ist ja auch fast doppelt so schwer), aberwenn es dann dreht, dann richtig. Man kann praktisch auf dem Teller kehrtmachen, wie mit einer kurzkieligen Yacht. Das macht beim Segeln in schwerer See (wir haben die Überfahrt von den Balearen nach Sardinien bei Mistral gewagt) doch etwas Schwierigkeiten. Unsere Autopilot (gyrostabilisiert)schafft das zwar ohne Probleme, aber es ist gar nicht so einfach, das vonHand nachzumachen. Jetzt meine Frage, liegt dieses etwas "fippelige" Steuerverhalten eher an den Twinkielen (die Briseis war ein Mittelkieler!!) oder kann es am freistehenden Balanceruder liegen (ist exakt das Ruder der 10M/Euro nur entsprechend vergrößert). Was meinen Sie?

=> REINKE: Zu Ihrem Steuer"problem": das beschriebene Verhalten ist für mich eindeutig auf das Balanceruder zurückzuführen- die Twinkiele sind sicher nicht für solch guten Manövriereigenschaften bekannt, die ich als durchaus positiven Effekt ansehe.
Sie werden durch die Vorbalancierung sicher wesentlich weniger Ruderdruck haben als bei der S12- wenn man das nicht gewohnt ist, kann es da vielleicht auch schnell zum Übersteuern kommen.
Und ein Balanceruder liegt eben NICHT im schon ausgerichteten Strom des Skegs, sondern neigt beim Loslassen oder auch nur etwas Unaufmerksamkeit beim Steuern, vor Allem unter Maschine bei Ruderanströmung immer sehr schnell zum seitlichen Wegdrehen.
Falls sie SEHR wenig bis keinen Ruderdruck haben (wie schon früher unter Maschinen von Ihnen geschildert), könnten sie überlegen, den vorbalancierten Teil etwas zu kürzen. Diese Änderung des Prozentsatzes der Vorbalancierung könnten Sie durch eine provisorische Verlängerung der hinteren Ruderfläche ggf. vorab simulieren (z.B. Alu-Flach mit Sika aufkleben. Als Endlösung wäre aber eine Gesamtvergrößerung der Ruderfläche wohl nicht so optimal, auch wenn es einfacher zu machen wäre.

16M RÜCKANTWORT:Anbei nochmal 2 schöne Spi Bilder. Wir haben mittlerweile noch eine schöne Starkwindtestreise in der Ägäis hinter uns gebracht (sehr zufriedenstellend!!). Das Steuerproblem (welches eigentlich ja keines ist)ist nicht zu leugnen. Sicher habe Sie recht, das vorbalancierte Ruder wirkt sehr gut, allerdings (wohl aufgrund der Größe und des Gewichtes der Yacht)etwas verzögert, was zum übersteuern verleitet. Dennoch wäre m.E. die Kursstabilität eines Mittelkielers besser. Wir habe nicht vor die Twinkiele wieder abzubauen, die Vorteile liegen auf der Hand. Mittlerweile haben wir unseren Autopiloten (Raymarine mit Drehstabilisierung) so weit, dass er sauber mit der Windmessanlage zusammenarbeitet und das ist wirklich der Weg zum perfekten Segeln. Raum funktioniert es super und am Wind ist es schicht genial. Ich segle seit 40 Jahren und bin unzähliger Regatten (teilweise auch sehr erfolgreich) gesteuert, aber das bringe ich beinahe von Hand nicht so gut hin und schon gar nicht über längere Zeit. Der Effekt der geringeren Abdrift mit dem Twinkielen ist übrigens einwandfrei nachzuweisen.Insofern sehen wir derzeit keine Anlass irgendetwas zu ändern.

=>REINKE: Bei der verzögerten Reaktion haben sie sicher recht: das wird an der Größe und fast doppeltem Gewicht gegenüber Ihrer S12 liegen. Ist sicher gewöhnungsbedürftig und wird sich bald besser steuern lassen.
Ihre guten Erfahrungen mit dem Raymarine- Autopilot kann ich voll bestätigen- solange er funktioniert: meiner ist in den ersten 2 Jahren 2 mal ausgefallen, kriegte schon Drehwurm vom Kreise fahren beim erfolglosen Justieren, hielt den Kurs nicht mehr, Bauteile und Software wurden getauscht.

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6. Dezember 2007 21:58 irgendwie komme ich mit untenstehendem nicht weiter. Das Ruder ist beim fertig werden - Schraubenlösung für die Ruderspur, welche letztlich aus Alu gefertigt wurde, habe ich noch immer nicht gefunden. Weder namhafte Absolventen der Montan- Universität Leoben noch Recherchen im Internet konnten mir bestätigen, dass das Verbinden von Niro 1.4577 mit Aluminium keine Elektrolyse hervorruft. Abgesehen von der Tatsache, dass dieses Material vor allem in kleinen Mengen europaweit kaum aufzutreiben ist, stellt sich die Frage, ob der hohe Nickelanteil tatsächlich bessere elektrolytische Eigenschaften als z. B. handelsübliches V4A- Material mit erhöhtem Titananteil (1.4571 X10CrNiMoTi 18 10) aufweist. Das Isolieren der Niro-Schrauben gegenüber dem Aluminium in der ständigen Salzwasserumgebung dürfte meines Erachtens auch sehr problematisch sein und die selbst gemachten Aluschrauben scheinen mir für diese Anwendung eher ungeeignet zu sein. Einen kurzen Moment habe ich schon an Polyamid- Schrauben gedacht, aus Festigkeitsgründen habe ich aber auch diese Möglichkeit wieder verworfen.
=> REINKE: kann Ihnen hier leider auch nicht mit Details, Erfahrungen oder Hintergründen weiterhelfen. Ich vermute, die meisten Selbstbauer nutzen mangels Verfügbarkeit von 4577 einfach 4571. Von Problemen habe ich bisher noch nichts gehört.

Noch einige Fragen zum Ruder aus Aluminium: Aus welchen Materialien sollen die Passfeder, die axiale Sicherung und der Schmiernippel sein?
=> REINKE: Niro ist ok- liegt ja über der WL

Ist bei Verwendung von POM eine Schmierung überhaupt erforderlich?
=> REINKE: nicht unbedingt, meist reicht Einsetzten des Schaftes mit Fett. Aber ohne können Quietschen oder Schwergängigkeit am oberen Lager nicht völlig ausgeschlossen werden, da die Wasserschmierung fehlt. ACHTUNG: wen Fettschmierung: kein synthetisches Fett, kann POM- Lager beschädigen

Kann der 5mm starke Gleitring unter der Pinne auch aus Kunststoff sein, wenn ja, welcher?
=> REINKE: wir empfehlen bei Metall zu bleiben, Kunststoff könnte sich unter Last ausarbeiten

Bitte um Bekanntgabe eines Pinnenlieferanten für die 16M
=> REINKE: u.a. bei Exalto.com im Katalog

Beim Wellenmaterial schreiben Sie, dass Niro 1.4571 anstelle von 1.4577 durchaus verwendet werden kann. Bukh/ Bremen empfiehlt generell Duplex Stahl 1.4462 (Remanit) und bietet mir diesen auch an. Als einfacher Elektrotechnik -Ingenieur muss ich Ihnen sagen, dass die Materialverwirrung für mich immer undurchsichtiger wird. Da ich schließlich unnötige Fehler bereits bei der Planung vermeiden will, bitte ich um Unterstützung, bzw. Ihre Empfehlungen.
=> REINKE: über Remanit sind schon vereinzelt schlechte Erfahrungen berichtet worden (z.B. Spaltkorrosion). 4571 wäre sicher besser
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18-4-07 . Sie weisen im Plan „Ruder“ darauf hin, dass die Ruderspur für Alubau aus NIRO 1.4577 nichts anderes sein soll. Darunter steht der Vermerk „Alternative: Alu mit 50% dickerem Material“. Die Senkschrauben, ich nehme an mit Innensechskant, sind ebenfalls aus NIRO 1.4577 auszuführen.
Da es sich meiner Meinung nach bei der Ruderspur nur um die Halterung für den unteren Lagerbolzen zur Drehbewegung, nicht aber um eine Auflage (3 mm Luft beim Einbau!) handelt, möchte ich Sie fragen, ob die Schrauben auch aus Aluminium angefertigt werden können. Wenn nicht, ersuche ich um Bekanntgabe von Lieferanten für austenitisches Wellenmaterial bzw. vielleicht gibt es ja eine Firma, die mir die Schrauben in der geforderten Qualität nach Österreich liefern kann.
=>REINKE: habe keine Info über Schraubenlieferanten in 4577. Aluschrauben in Verbindung mit Aluhacke sollten möglich sein, dann aber bitte je eine Schraube zwischen die geplanten 3 Schrauben setzen, also 5 gesamt
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Tue, 13 Mar 2007 09:20:43 +0100Subject: Frischwassertank ALU unbehandelt?
Spricht etwas dagegen, die Frischwassertanks in Alu unbehandelt zu lassen, und dafür eine Entkeimung mit UV Licht (OSRAM) oder mit Kochsalzelektrolyse zu lösen.
http://www.boote-forum.de/viewtopic.php?p=625441#625441 ; http://www.osram.de/produkte/uv-ir/uvc_3.html
=>REINKE: ich bin kein Trinkwasserfachmann und kann daher zu den angeführten Methoden an sich keine Angaben machen.
Ich halte es aber für äußerst unwahrscheinkich, das sich bei unbehandeltem, auch seewasserbeständigem Alu dauernd unter Wasser KEINE Eloxal- Ausblühungen bilden. Spannungseinfluß kann dies sicher noch verstärken.
Dies kann einerseits den Tank (und ggf. die Außenhaut!) schädigen, andererseits steht das Eloxalpulver nach Angabe eines Selbstbauers und Arztes angeblich in Verdacht, Krankheiten auszulösen, z.B. Alsheimer. Da hilft dann wohl auch die Entkeimung nicht mehr.
===============
im Anhang erhalten Sie Fotos über den Baufortschritt unserer 16M.
Nicht ganz durchschaut habe ich die Berechnung für die Füllung der beiden Kiele:
Im Plan „15M ASY-Twinkiele“ ist für die Ausführung in Aluminium bei einem Tiefgang von 1,62m ein Füllgewicht von 3,35t + 20% = 4,02t Blei pro Kiel empfohlen.
Im Plan „16M Heck-Bauplan“ ist mindestens(?) 10% mehr Blei in den 15M Kielen gefordert. Bedeutet das also 4,02t + 10% = 4,422t Blei pro Kiel?
=> REINKE: 10 % mehr Blei gilt für die Stahl- 16M. Für Alu- 16M: + 20% Blei = 4,02 t

Angesichts der Tatsache, dass die Rohstoffpreise für Edelmetalle und natürlich auch für Blei in astronomische Höhen geklettert sind und darüber hinaus die Beschaffung von Altblei generell nur mehr sehr schwer möglich ist, ziehe ich eine Füllung mit Eisenschrott in Erwägung. Für diese Art der Kielfüllung geben Sie im 15M-Plan bei einer maximalen(?) Füllhöhe von 575 mm ein Füllgewicht von 3,55t vor. Ich nehme an, dass obige Rechnung auch hier gilt:
3,55t + 20% + 10% = 4,686t Eisenschrott- Stücke pro Kiel.
=> REINKE: auch hier gilt: 3,55 t + 20% Eisen = 4,26 t

Geht sich das bei der vorgegebenen Füllhöhe überhaupt aus?
=> REINKE: Füllhöhe bei 4,26 t wären 690 mm, d.h. Oberkante Kiel, WENN Sie die Füllung mit 7 kg/dm³ hinbekommen (da darf nicht viel Luft zwischen sein)

Noch eine Frage: Im 15M-Plan sind die beiden Kielfelder zwischen 7/8 und 8/9 nicht schraffiert. Bedeutet das, dass die Kiele an diesen Positionen leer bleiben, will heißen, nicht gefüllt werden?
=> REINKE: korrekt (wegen Längenschwerpunkt)

Spricht Ihrer Meinung nach etwas gegen Kielfüllungen mit Eisenschrott?
=> REINKE: ja- schlechtere Segeleigenschaften durch Mehrgewicht und höheren Schwerpunkt

Wie verhält sich eigentlich Aluminium im direkten Kontakt mit Stahl? Sollte man sich eine Isolierung zwischen den beiden Metallen überlegen?
Blei wird eingegossen und ist dadurch homogen- bei Eisenschott ist das nicht möglich: Um bei Schiffsbewegungen Bewegungen der Eisenschrottstücke hintanzuhalten, könnte ich mir vorstellen waagrechte Aluplatten auf den Schrott aufzulegen und nach Komprimieren mit dem Kiel zu verschweißen.
=> REINKE: in Stahlkielen wird Stahlschrott mit Zement ausgegossen, um festen Halt zu gewährleisten. Ähnliches müsste auch in Alukielen passieren, wobei ich das Korrosionsverhalten zwischen Alu und Zement nicht kenne. Also sicherheitshalber (falls mal Feuchtigkeit oder Wasser in die Kiele eindringt) die Kiele dann innen mit einer widerstandsfähigen Beschichtung vor dem einbringen von Ballast und Zement versehen (Schweißbereiche frei lassen!)

Für das AUGENBLICK sind wir beschäftigt mit die Ausführung von: "Ruder mit Schaft". Auf das Plan :"Ruder-15M(Wir bauen ein 16M mit ASY-Twinkiel mit Normal Tiefgang 1,62m.) stellen wir fest bei :"Ruderspur : Niro 4577 St.St Nicht anderes!" das der Tiefgang : 1500 +20 = 1520 mm. ist.
Für das Ruder selbst mit Tiefgang 1495 mm. ist an die Unterseite ein supplement:"100x10 ab 1,62m Tg" vorsehen, mit Tiefgang 1495 + 100 = 1595 mm. Ein grössere Tiefgang von Ruder gegenüber Ruderspur ist nach unsere Meinung nicht die gegebene Ausführung mit Rücksicht auf die verletzbarkeit gegenüber beschädigung... Wir möchten gern deine Gegenrede auf unsere Frage kennen lernen.
=> REINKE: Unsere Ruder sind natürlich eine Kompromiss für den flachen Tiefgang unserer Kiele. Effektiver ist natürlich ein schmales und tiefes Ruder. Daher hat meine Vater den vorhandenen Kieltiefgang meist auch weitgehend für das Ruder genutzt, um die Effektivität so gut wie möglich zu gestalten.
Beim Auflaufen läuft man zuerst mit den soliden Kielen auf- das Ruder ist selten dabei gefährdet.
Sie können bei der 1,62- Tiefgang- Version aber zuerst das Flach für mehr Tiefgang weg lassen und ggf. später nachrüsten.
Oder umkehrt erst anbauen und bei Bedarf später einfach abflexen.

Im Anschluss unsere Frage im April haben wir im Einklang mit das Plan für Ruder mit Schaft eine Stahl-Platte von "Stahl ST 37-3" bestelt. Aber die Lieferant hat uns erklärt das diese Stahl-Sorte in die Norm noch besteht, aber im Praxis nicht mehr erhältlich ist !
Darf ich fragen was Sie in dieser Fall als Stahl vorschlagen zu benutzen im Ersatz für Ruder mit Schaft ?
=> REINKE: Falls sie auch kein RST 37-2 bekommen können: Nach Auskunft der Schiffbauabteilung einer Schiffswerft wird als Alternative zu ST 37-3 oder RST 37-2 im Allgemeinen ST 37-2 verwendet (einfacher normaler Baustahl). Festigkeitsmäßig gäbe es keine Unterschiede. Wird auch von Klassifikationsgesellschaften (gerade noch als unterste Qualität) akzeptiert. Natürlich gibt es auch keine Einwände, höherwertige Stahlsorten zu verwenden , z.B. "Normalfester Schiffbaustahl"

Sollen die Motore im Maschinenraum so nahe wie möglich beieinanderstehen oder soweit wie möglich auseinander,
es sind zwar nur wenige cm Spielraum, aber dennoch, ich würde sie so knapp wie möglich nebeneinandersetzen.
=> REINKE: je weiter auseinander, desto besser die Manövrierbarkeit. Hauptsächlich sollten sie aber auf Zugänglichkeit für Service achten

Betrifft die Schweißverbindung zwischen Bodenplatte und Seitenplatte im Kielbereich, Frage: muß diese auf der Aussenseite, also über (innerhalb)Kiel verschweißt sein oder reicht es wenn die Platten im Rumpf, also nur auf der Innenseite, ausreichend verschweißt und alle 25cm querverspantet sind.
=> REINKE: unbedingt beidseitig verschweißen, sonst könnten die Kielkräfte die Kimmnaht einreißen lassen- und das wäre schon bei Kielbeschädigung OHNE Kielverlust fatal. Außerdem soll der Kiel NACH Fertigstellung des Rumpfes vorgefertigt und untergesetzt werden- also keine Problem, die Naht korrekt zu schweißen

Schott 300 vor X: wieso "ungefähr" in Linienriss
=> nicht so genau, da Zwischenspant. Ev. etwas Zugabe und bei aufgestellten Spanten mit Straklatte prüfen oder anderen 16M- Bauer nach Genauigkeit der Maße fragen

Schott wd. schweißen?
=> nicht unbedingt, aber besser, auch gegen Gerüche aus Backskiste oder zusätzl. Sicherheit achterl. Ramming.

Maße Zwischenspanten?
=> nachträglich einsetzen, vorne mit BW und 2. Spant verschweißen nach Plan.

Können Sie uns sagen wieso bei "Profi Werften wie Nereide Yachting " die Beplankung verschliffen wurde wie viele kleine Quadrate?
Die haben doch bestimmt größere Platten verarbeitet. Ist das eventuell eine Methode womit man weniger Verzug hat oder so?[
=> geschliffen sind lediglich die etwa hervortretenden bereiche der Außenhaut, wo INNEN geschweißt wurde (Spanten usw.), um eine glatte Außenhaut zu erzielen

Alu-Rundrohr für Ruder: Bei AMCO (siehe pdf) nur 130x10 lieferbar, und die Legierung ist Al Mg Si 0,5.
Gibt es einen Lieferanten der Al Mg 3 oder Al Mg 4,5 liefert im Maß 130x12 (wie im Bauplan beschrieben?) oder was empfehlen Sie?
=> Programm der Alternativlieferanten ist unbekannt. Nach AMCO- Liste ist die Legierung AlMgSi1: diese ist ok. AlMg4,5Mn ist zwar wünschenswert, aber generell für Profile kaum erhältlich.
Für Ruderkoker sollte 130x10 auch ausreichen

Anscheinend ist 2 Wellenanlage ungenügend bei Hafenmanöver unter Motor.Erfahrung von Zucker-Yachting.de.
=> REINKE: schöne Seite, kannte ich noch nicht, Habe aber nichts über Bugstrahl- Erfahrungen gefunden.
Bin im Frühjahr auf 15m OHNE Bugstrahl gefahren auch bei Starkwind: natürlich ist MIT einfacher, aber ohne geht es auch
Daher sehen wir auf Empfehlung ein Bugstrahlruder vor für unsere HERA 16 m.
12M Dr.- M. hatte Bugstrahl auf seiner 12M, will bei 16M jetzt wegen Doppelmotor darauf verzichten.

Leider finden wir in den Plänen nirgends die Angaben zur Verschweißung der Schotte. (HERA 16M.) Auch länger im Buch entsprechende Passagen gesucht.
Frage1:
Gehen davon aus dass diese beidseitig durchlaufend verschweißt sind. (Schotte 3-4, 6, und 13) wobei bei Schotte 13 der untere drittel unterhalb Blech nicht durchgeschweißt wird.
Ist dieses Annahme korrekt oder gibt es noch weitere Punkte zu beachten?
=> REINKE: Nein!- Schotte unterbrochen schweißen ähnlich wie Spanten, wenn nicht anders angegeben wie z.B. einseitig dünn durchlaufend im Maschinenraumbereich" auf Zeichn. "Schotte.."

Schott 12/13 ist wd= wasserdicht angegeben, also durchlaufend schweißen. Kann es sein dass sich Kondenswasserbildung im unteren Bereich vor Schott 13 unterhalb Blech bilden kann wenn durchgeschweißt ist (unterhalb Segelstauraum)?
=> REINKE: unwahrscheinlich

Aus Erfahrungsgespräch mit weitern 16M Besitzer würden diese das Rigg mit etwa 1 bis 2 m länger ausführen. Falls wir dieses länger ausführen würden, müssten wir da einen dickeren (größeren Rohrdurchmesser) Mastfuß vorsehen? (Wir sind gerade an Alubestellung zusammenstellen.)
=> REINKE: Rigg KEINESFALLS verlängern- Tiefgang +Ballast sind dafür NICHT ausgelegt, die Kentersicherheit wird erheblich reduziert!

Anfrage Cockpitaufbau Rüsteisendimension HERA16M Zeichnung: Deck-Layout
Bei der Materialstärke für die Rüsteisen sind wir nicht sicher, da wir nur eine Dickenangabe finden (20mm) gilt dies für Stahl sowie Alubau?, bzw. ist für Aluminium auch die dicke von 20 mm genügend.
=> REINKE: 20 mm ist korrekt- richtet sich nach Abmessungen der Rüsteisen

Bei Zeichnung: Hauptspant
Zwischenspant 2/3 (3 eckige Stütze für Rücklehnen Form links oben ). Wird diese nur bei Spant 2/3 angewendet oder auch bei Spant 2 sowie Cockpit Heckabschluss ??
=> REINKE: im Bauplan - Seitenansicht sind Stützen auch angedeutet auf Spt. 1,5-2-2,5-3

Allgemein Alulieferant:
Bei AMCO-Metall.de bekommen wir nicht alle Teile in der Dimension wie Sie diese in den Plänen haben. Gibt es noch andere Alulieferanten die noch weitere Profile liefern, welche AMCO nicht im Programm hat? (Ruderrohr als Bsp., diverse ungleichschenklige Winkel.). Das heisst im Moment in der Lagerliste nicht enthalten. Eventuell könnten diese auf Bestellung geliefert werden. Sind noch am abklären.
=> REINKE: Bei Profilen muss man etwas flexibel sein und ggf. ähnliche Abmessungen mit gleichem Widerstandsmoment wählen. Natürlich gibt es auch andere Lieferanten- sie sollten sich dazu am besten in lokalen "Gelben Seiten" informieren

Liefern Sie die Pläne und Dokus nur in Papierform oder ist auch was in elektronischen Daten?
=> Alle Pläne in Papierform

Es sind 2 Motore geplant, warum 2?
=> - Sicherheit bei Ausfall eines Motors
- Sehr gute Manövriereigenschaften, kein Bugstrahlruder erforderlich
- Propeller und Welle hinter den Twinkielen besser geschützt
- ökonomische Marschfahrt mit einer Maschine unter Vermeidung des ungünstiges Teillastbereiches

Geht auch ein stärkerer?
=> ja, natürlich- wenn aufgrund obiger Vorteile auch nicht empfehlenswert

gefühlsmäßig hat Van de Stadt mehr Spanten, welche faktische Vorteile/Nachteile bietet das HD-System?
=> unsere Pläne wurden vom GL geprüft und weisen in Teilbereichen bis zu 40% mehr Festigkeit auf als nach GL gefordert.
Im Rahmen einer von meinem Vater geplanten Sicherheitsaktion "Safety First" für Selbstbauyachten sollten auch die Pläne von Mitbewerbern GL- geprüft und verglichen werden- Van de Stadt u.a. haben Ihre Zustimmung dazu leider nicht gegeben, so dass uns kein Vergleich möglich ist- zumal uns die van de Stadt- Pläne auch nicht bekannt sind

Haben Sie auch eine Zeichnung von der Comfort-Version +10 cm ?
=> REINKE: nein, in eigener Regie aus den vorhandenen Maßen erhöhen.

wieviel kg Blei sollen nun tatsächlich in die Aluversion mit Twinkiel?
=> REINKE: 20 % mehr als in der 15m- Zeichnung für die Stahlversion, d.h. 2 x 4,26 t bei T= 1,52m, 2 x 4,02 t bei T= 1,62 m

Können Sie mir jemand empfehlen, der Erfahrung bei Kielkühlungen oder Seitenwandkühlungen hat?
=> REINKE: nein- wir raten aufgrund der hohen Fehlerhäufigkeit und anderen Problemen dringend von solchen Analagen ab. Auf der Werft, auf der ich arbeite, werden solche Anlagen öfter gefordert- und trotz der vorliegenden Erfahrung kommt es häufiger zu Problemen wie "Kurzschlüsse" im Labyrinthsystem oder Kühlwassererwärmung durch festsitzende Luftpolster

die Kiele sind jetzt fertig und mit Blei gefüllt,die Bodenplatte soll nächste Woche draufkommen.Frage:was mit den Leerräumen anfangen? gibt es neue Ideen? leer lassen - Luft ist Auftrieb?nachträglich schäumen ?anbohren und beim Wassern mit Wasser füllen?
=> leer lassen

haben Sie einen neuesten Wissenstand zur Innenpassivierung von Alutanks für Trinkwasser? Ich habe niemand gefunden der mir die Tanks innen lackfrei beschichtet ,eloxiert oder sonst wie trinkwassergeeignet passiviert.10 Anfragen, 10 Absagen. AHC Oberflächentechnik hat eine Chromatierung empfohlen, hab dafür aber auch keinen Hersteller gefunden.
Unbehandelte Alu-Trinkwassertanks sind jedenfalls nicht die Lösung die sich der Mensch wünschen kann und der Silberanteil von Micropur frisst laut Verdacht auch bei richtiger Dosierung die Tanks kaputt.
Falls Ihnen ein gangbares Verfahren zur Passivierung/Eloxierung/Chromatierung bekannt ist,bitte ich Sie um die Daten des Herstellers, ansonsten werd ich die Tanks eben aus Edelstahl bauen .
=>Leider gibt es keine neuen Erkenntnisse, so dass weiter die Empfehlung meines Vaters gilt: Beschichtung innen mit Eppleplast LS- 2K- Epoxibeschichtung für Frischwassertanks, 2003 ca. 16,-€/kg (http://www.epple-bau.de). Wird sicher nicht ewig halten, auch wenn ich noch keine direkten Claims bekommen habe.
Gute Alternative zu Nirotanks wären auch handelsübliche Kunststofftanks.

nach Ihrem letzten Wissenstand, was ist das beste Isolationsmaterial oder die beste Isolationsplatte für die Innenauskleidung des Rumpfes
=> REINKE: siehe reinke-yacht.de/ Service/ aktuelles/ Erfahrungen

Auskleidung des Motorraum
=> REINKE: keine spezielle Empfehlung, dazu ist der Markt zu unübersichtlich

bevor ich die Dieseltanks zu bauen beginne:
spricht etwas dagegen (abgesehen von den Kosten und der Mehrarbeit) die Dieseltanks nach außen betrachtet doppelwandig auszuführen?
große Frachtschiffe müssen mittlerweile solche Tanks haben,
=> REINKE: m.W. nur Ladetanks von Tankern- Brennstofftanks sind immer noch im Doppelboden
....warum nicht auch in eine SY einbauen?( Fäkalientanks sind auch schon Standard )
=> REINKE: Generell spricht nichts dagegen. Doppelte Bauausführung dürfte sehr aufwändig und fehleranfällig sein- dann schon sinnvoller komplett separate Tanks, bei denen dann allerdings eine menge Volumen fehlt.
Wenn der Tankinhalt gleich bleibt und nur höher sitzt, verschlechtert sich auch die Stabilität

ist der Rumpf nun innen zu streichen?ich würds vermeiden,(Kosten, Arbeit, brennbar, und späterhin ist das Alu schlecht reparierbar und kaum nachzuarbeiten)
=> REINKE: Generell ist Anstrich innen nicht erforderlich

TOURINA 115/120:

4. Oktober 2007 12:37 Betreff: Tourina 120

Sehr geehrter Herr Reinke!
Habe meine Tourina mit Niro - Seeventilen versehen, was laut eines Fachmannes grundverkehrt sei. Was kann ich denn sonst verwenden? Kunststoff ist mir zu unsicher und es steht doch sonst nur Bronze zur Verfügung?!
=>REINKE: Ihr Fachmann hat leider recht- es führt wohl kein Weg an Kunststoffventilen (z.B. Marelon, u.a. von SVB) vorbei.

12. Oktober 2007 10:11 RÜCKFRAGE.
Was wurde denn an Ventilen in Aluschiffen verwendet, bevor es Marelon gab? Grauguss? Es muss doch möglich sein das Schiff irgendwie galvanisch zu isolieren. Plastikventile sind doch auch ein Sicherheitsrisiko, zB. Motorbrand und anschließendes Sinken, da die Seeventile abgebrannt sind....
Was ist mit den Wasserlöffeln? Auch aus Kunststoff? Was ist mit meiner Reling? Die ist auch aus V4A.
Wie sieht es denn mit allen Seeventilen über Wasser aus (Lenzpumpen)?
=>REINKE: vielen Dank für Ihre Mail. Habe mal nachgefragt, was für kommerzielle Aluboote verwendet wird- hat daher etwas länger gedauert:
- teilweise werden gummierte Metall-Absperrklappen zwischen Schraubflanschen eingesetzt, dürften es aber nicht für kleine im Yachtbau übliche Durchmesser geben.
- teilweise werden auch Niro- Ventile auf eingeschweißten Alu- Borddurchlässen eingesetzt, ggf. mit einer Kunststoffmuffe zur Isolierung dazwischen (da ist dann auch wieder die Schmelzgefahr). Probleme sollen damit noch nicht bekannt geworden sein, auch wenn weiter Kontakt über das Seewasser an der Innenseite der Leitung besteht
- Lenzleitungen werden teilweise auch ganz in PVC verlegt inkl. Ventil.
Lenz- und andere Leitungen ÜBER Wasser (in ausreichender Höhe über WL) brauchen keine Ventile.
Und wenn Sie Probleme mit Ihrer Niro- Reling erwarten, haben sie etwas falsch gebaut: die Reling gehört ÜBER wasser und ist dort nicht gefährdet, wenn sie gegen das Alu isoliert ist ;-)
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28-3-07 To115: Nach endgültiger Überlegung bin ich nun doch zum Entschluss gekommen, nicht wie ursprünglich geplant die Tourina 120, sondern die Tourina 115 -S bauen zu wollen.
Bei den Vorbereitungen stellen sich mir 2 Fragen, die ich heute gern an Sie richten möchte:
1. Gibt es Ihrerseits Erfahrungen mit dem "neuen" Material Alustar AA5059H111, können Sie dieses Material für die Außenhaut empfehlen, wie ist die Schweißbarkeit mit Profilen aus Al Mg 4,5Mn / AW5083/H112 ?
=> REINKE: zu ALUSTAR wird es demnächst folgendes Statement auf unserer Homepage geben:
"Profischweißer haben uns von erheblichen Schwierigkeiten bei der Verschweißung der ALUSTAR- Legierung berichtet. Selbst bekannte Megayachtwerften an der Weser hatten hier mit Probleme zu kämpfen.
Da unsere Yachten keine leichten Racer sind, ist der Vorteil des etwas geringeren Gewichtes nicht sehr relevant, zumal dünnere Platten auch i.A. stärkere Schweißspannungen und Beulen mit sich bringen.
Für HD- Selbstbauer deshalb eher nicht empfehlenswert."

2. Bei dieser Frage wollen Sie mir bitte meinen laienhaften Verstand in Bezug auf Schiffsbaukunde verzeihen, jedoch bin ich der Meinung das diese Anfrage lohnt.
Geplant ist die Doppelmotorenanlage, ist es möglich, Ausführung analog der Mittelmotorenanlage -Stevenrohr im Kiel integriert-, 2 Kiele (Twinkiele) jeweils an der Position der jeweiligen Wellenanlage/Stevenrohraufhängung an die Boden- platte zu schweißen und wenn ja, was gilt es zu beachten? Aus meiner Sicht sind die Vorteile, wie besserer Bodenschutz, Schutz der Wellenanlage, des Propellers und der Ruderanlagen wie auch die Vorteile beim Trockenfallen/Winterlager etc. nicht von der Hand zu weisen. Auch Gewichtsprobleme, vorausgesetzt Kiele dichtgeschweißt, dürfte es auf Grund des zusätzlichen Auftriebes nicht geben, wie auch die Längssteifigkeit des Boden- verbandes noch besser sein sollte gegenüber einem Mittelkiel.
=> REINKE: AUF KEINEN FALL! Wasserablauf, Geschwindigkeit Fahrverhalten und Manövriereigenschaften werden drastisch verschlechtert!
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- kann man die Heckplattform - Zeichn. Heck und Kiel - um 100 oder 200 mm verlängern, ausgehend von l = 650 mm ? Wenn ja, nur die Auflage oben oder auch den Staukeil ?
=> REINKE: bis max. 200 mm sehe ich kein Problem. Verlängerung inkl. Staukeil in fluchtender Verlängerung der Original- Linien. So gibt es als Zugabe mehr Auftrieb und weniger Vertrimmung.

- gibt es Einwände, das Schott Spant 5 - Abtrennung zum Motorraum - als Spantrahmen auszuführen und stattdessen Spant 6 als Schott zum Motoraum auszuführen ? In diesem vergrößerten Maschinenraum kann man an dem Platz für - Store - Wasser-, Abwasser-, Fäkalientanks und den Generator unterbringen, diese wären dann gegenüber dem restlichen Bereich abgeschottet.
=> REINKE: hatte ich schon telefonisch für machbar gehalten.

- kann das Ruder komplett in 1.4571 gefertigt werden, oder ist der Schaft in 1.4571 und das Roderblatt in Stahl-verzinkt vorgesehen ?
=> REINKE: verzinktes Ruder gilt nur für Stahlschiffe. Für Alu- Schiffe auf jeden Fall Ruder KOMPLETT NIRO!

- Außenrohre Ruder - Koker - und Rohre für Motorwellen gibt es wahrscheinlich nur in AlMGSI 0,5 oder Si 1, Lösung ? Aus Vollmaterial herstellen ?
=> REINKE: Profile sind äußerst selten in AlMg4,5Mn erhältlich, daher führt kaum ein Weg an AlMgSi1 (NICHT AlMgSi0,5!)vorbei

- aus der Leistungskurve werde ich als Nichtfachmann nicht ganz schlau : ist der Rumpf To120 ein reiner Verdränger, oder wird er bei einer entsprechenden Motorisierung zum Halbgleiter oder gar zum Vollgleiter ? Ich dachte ein Verdränger hat eine konstruktionsbedingte Rumfgeschwindigkeit, die eine entsprechende Motorisierung voraussetzt.
=> REINKE: Linie sind als Halbgleiter ausgelegt. Als Verdränger wird die theoretische Rumpfgrenzgeschwindigkeit von 2,43 x Wurzel Wasserlinienlänge (hier ca. 7,9 kn) nicht wesentlich überschritten. Als Vollgleiter wären andere Linen erforderlich.

- Was ist ein guter Kompromiss in Bezug Geschwindigkeit Verbrauch? - Was ist die Verbrauchgünstigte Motorisierung - jeweils mit Doppelmotorenanlage ?
=> REINKE: das können nur SIE SELBST entscheiden- je schneller Sie fahren möchten, desto mehr verbrauchen Sie- wie beim Auto.
Fahren sie langsam mit großer Motorleistung, verbrauchen sie-anders als beim Auto- mehr als bei gleicher Geschwindigkeit und kleineren Motoren, da die Propeller beim großen Motor nicht für den Teillastbereich optimal ausgelegt sein können.

- die Kokerrohre für die Ruder sind in 100 x 8 mm angegeben, ist die Dimensionierung auch für ALU ausreichend ?
=> REINKE: ja

- sind die POM Lagerbüchsen noch up to date ?
=> REINKE: ja

- in der Zeichnungen Einrichtung gibt es 1 und 2-stellige Zahlenangaben in Klammern und ohne Klammern (5),(10),(2x5), was ist die genaue Bedeutung ?
=> REINKE: Holzdicke für Einrichtungsbauteile. (2x5) = Tür aus 2 Holzlagen (siehe auch YACHTBAU, Abbildung, A 6.3.4-2)

- in der Zeichnung Tourina 115 Maschinenraum-Luke u.-Isolierung oben rechts - Alternative : Stb.-Seite Dom von Spant 4 bis 5 mit starkem Bullauge ?
=> REINKE: Alternative für Außenlicht im Motorraum

=> Abwassertank aus Alu NICHT empfohlen, gammelt durch aggressives Schmutzwasser und dann haben sie ein Loch nach Außen. Besser separate Behälter (Austauschbar) aus PE

=> kein Vorschriften für Bugschrauben, aber Einbauvorschriften der Hersteller beachten (sollte sich z.B. auf Vetus Homepage finden lassen).ACHTUNG: durch die Bugstrahl- Bremse wird sich Ihr Leistungsbedarf erheblich steigern bzw. die Geschwindigkeit sinken

Welche hydraulische Steuerung empfehlen Sie und wie groß ist das Rudermoment bei der Tourina 120 ?
=> REINKE: überschlägliche Berechnung zur Auslegung abhängig von Geschwindigkeit z.B. in Vetus- Katalog (evtl. auch auf www.vetus.nl)

Welchen Ankertyp
=> REINKE: reine Geschmackssache und Kostenfrage bzw. Frage der Stauung/ Ggf. Testberichte lesen. Haltemäßig bewährt sind u.A. Bügelanker, Britany

welches Ankergewicht sollte man verwenden (wegen Zugkraft der elektr. Ankerwinsch)
=> REINKE:Gemäß Herstellerempfehlung für jeweiligen Typ- steht meist in Katalogen


Lässt sich die Bremswirkung einer Bugschraube genauer definieren ?
=> REINKE: leider liegen keine genauen Daten vor

Wie sieht es mit Verbindungen VA-Stahl - Aluminium bez. elektrolytischer Korrosion aus ? (Reling auf Alu u.ä.)
=> REINKE: über Wasser recht unproblematisch, aber gegeneinander isolieren. Mehr in AY2

Wie sollten die beiden Diesel-Tanks untereinander verbunden werden ?
=> REINKE: aus Sicherheitsgründen nicht verbinden. Bei Doppelmot: 1 Tank pro Motor.
Mittelmotor: einzeln zuschaltbar (Manuell)

Spricht irgendetwas gegen die Verwendung von Iso-Glas statt Plexiglas bzw. warum überhaupt Plexiglas ?
=> REINKE: Plexi wegen Bruchsicherheit und Isolierung.
Wenn Glas, dann ESG (Sicherheitsglas)

Sind die Wassertanks problemlos für Trinkwasser geeignet ? Müssen die Schweißnähte irgendwie versiegelt bzw. ein Innenanstrich oä. gemacht werden
=> REINKE: anstrich empfohlen, sieh AY4.

Lässt sich wie bei der Tourina 115 eine Flybridge installieren ?
=> REINKE: nicht vorgesehen

Warum endet die Motorbelüftung steuerbords im Salon und nicht im Maschinenraum ?
=> REINKE: wahrscheinlich eine Zeichnung falsch gelesen: In "Spiegel und Schotte"/ Schott Spt. 2/3 durchgehend dargestellt

Ich kann als Motorisierung 2 marinisierte OM602 von Mercedes bekommen - die Fundamente sind aber für Peugeot 4.19 gebaut - aber in Ihren Unterlagen ist gar keine Zeichnung für Fundamente für Peugeot 4.19 ?
=> REINKE: Motorfundamentzeichnung sind bei andren als den gezeichneten Motortypen als Anhalt zu verstehen und werden vom Eigner entsprechend den Motorabmessungen abgeändert. D.h. Sie müssen Ihre Fundamente prüfen, ob Ihre OM 602 darauf passen, ggf. abändern.

Wo platziere ich am Besten Lenzpumpen?
REINKE=> an den tiefsten Stellen aller abgeschlossenen Abteilungen, vor allem Motorraum

Wo bringe ich am Besten den Wasserlöffel für die Seewasserzufuhr
REINKE=> Motorraum- Boden

und die Geber für Log und Lot an?
REINKE=> Motorraum hinter Spant 5, NICHT zu dicht neben Kiel (Beeinflussung!) Vor Spant 7 auch denkbar, aber schlechter geschützt z.B. bei Grundberührung

Kleber Pantera besser als übliches Sikaflex - was halten Sie davon? Er klebt damit auch Hölzer an die Spanten etc.
REINKE=> Pantera ist ein MS- Polymer, Klebkraft ähnlich Sika, aber für außen besser UV- beständig- das ist PU nicht

Müssen die Auspuffaustritte, die aus Alurohr fest eingeschweißt sind,irgendwie von innen ausgekleidet werden ? (Alufraß durch Seewasser?)
REINKE=> nein

Wie gestalte ich den Durchtritt der Auspuffsschläuche durch Spant 2/3 ?
REINKE=> Durchtritt flexibel abdichten

Schwanenhals im Motorraum oder in der Achterkajüte kurz vor dem Austritt ?
REINKE=> ergibt sich durch Durchtritt in Spat 2,5 in Abgas und Ventilationsbox

Isolierung des Auspuffschlauchs auch trotz nassem Auspuff nötig ?
REINKE=> nein

Wo finde ich genaue Zeichnungen zum Heckeinstieg mit Schiebeluk bzw. wer stellt mir etwas passendes in Holz her ?
REINKE=> Gestaltung nach eigenen Vorstellungen oder fertig kaufen, z.B. Vetus

Warum soll ich für die Blindhölzer Schlossschrauben und keine Spax- Schrauben nehmen, bzw. warum nicht mit Sikaflex kleben?
=> REINKE: bessere Festigkeit. Sika- Verklebung auf Dauer nicht sicher. Spax- Schrauben nicht fest genug, meist auch nicht in Niro

Warum für die Blindhölzer Billigholz (Fichte-Tanne,Kiefer) nehmen das doch viel feuchtigkeitsempfindlicher ist?
=> REINKE: bewährte Yachtbaupraxis

Lege ich im Fußbodenbereich auch Blindhölzer für den Fußboden?
=> REINKE: i.A. nicht

Wenn keine Blinhölzer im Fußbodenbereich, wie dann den Fußboden befestigen?
=> REINKE: sorry für Missverständnis: keine Blindhölzer dort, wo Bodenwrangen als Auflage vorhanden sind, sonst ist das ok

Ist es sinnvoll für Auspuff, Lenzrohre und Schmutzwasserablauf etc.Belüftungen einzubauen auch wenn man über der Wasserlinie ist (aus Sicherheitsgründen)?
=> REINKE: erforderlich i.A. für Abgasanlagen und WC- Spülwasser- Zuleitung

Propeller: Größe? Durchmesser? Flügelanzahl? Abstand vom Ruderblatt? (Die Motorisierung ist als Halbgleitermotorisierung ausgelegt mit 2x Mercedes OM 605 a 113 PS)
=> REINKE: Durchmesser + Abstand Ruder aus Zeichnung, Rest muss vom Propellerlieferanten ausgelegt werden

Nasszelle Heck: wie soll die belüftet werden? Die seitlichen Fenster sind ja feststehend aus Plexiglas. Nur ein UFO obendrauf kann doch wohl nicht reichen, oder? Bei der Nasszelle vorn hab ich ja ein ovales Bullauge zum öffnen aber hinten?
=> REINKE: nach Zeichnung ist dort eine Decksluke vorgesehen. Ufo-Lüfter ist sicher zuwenig

Isolierung: Hat eine Spritzschaumisolierung nicht auch den Vorteil eines Stabilitätsgewinns des Rumpfes gegenüber geklebten PU - Platten?
=> REINKE: Kein Festigkeitsgewinn, aber vielleicht etwas erhöhte Beulsteifigkeit, dürfte bei beiden Varianten wohl ähnlich sein

An welcher Stelle setze ich die Wellenanoden auf?
=> REINKE: Wellenanode nicht möglich, Anoden unter Boden nach Zeichnung

Wo finde ich eine passende Scheuerleiste für das 65er Rohr, das um das Schiff herum eingeschweißt ist? (nirgendwo gefunden, z.B. Vetus, SVB, Ruegg nicht)
=> REINKE: das ROHR dient als Scheuerleiste. Scheuerleisten zum Aufbringen auf Rohr sind mir nur als Sonderanfertigung bekannt. Vielleicht gibt's noch was bei Willbrandt.de, aber ich glaube, das Programm ist auch bei Rüegg.

Die Nasszelle für die Bugkabine ist so konstruiert, dass das hintere Schott mitten in das steuerbordseitige vordere Heckfenster hineinläuft. Wie soll das gehen?
=> REINKE: HECKkabine? => Schott direkt gegen Scheibe laufen lassen

Muss Trobloc-Isolierung vollflächig verklebt werden oder reicht auch das straffe Einpassen mit anpunkten und ausspritzen der evnt. Verbleibenden Fugen mit MS-Polymer?
=> Punktklebung reicht. Fugen, Spanten, Kabel usw können auch mit Bauschaum ausgefüllt werden (siehe auch Rundschreiben)

Müssen die Trinkwassertanks von innen gestrichen werden? Wenn ja, dann bitte erklären warum und womit.
=> REINKE: Beschichtung empfohlen, schützt vor Eloxalbildung, die u.U. gesundheitsschädlich sein könnte. Produktempfehlung Epple-Plast, siehe Rundschreiben 2004